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Radfahrer beschweren sich

B65-Ausbau Radfahrer beschweren sich

Fahrradfahrer sind verärgert: Während des 2+1-Ausbaus der Bundesstraße 65 müssen Radler und Fußgänger einen nahezu doppelt so langen Weg in Kauf nehmen.

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Der Radweg an der B65 ist derzeit gesperrt. Die Umleitung ist ein erheblicher Umweg.

Quelle: bab

Landkreis. Statt an der B65 vom Vornhäger Krug nach Kobbensen beziehungsweise in die entgegengesetzte Richtung zu fahren, müssen Radfahrer ordentlich in die Pedale treten. Die ausgeschilderte Umleitung führt nämlich über höher gelegene Wege in Heuerßen. Die Alternative über Lindhorst ist ein noch größerer Umweg.

Einige Leser haben sich an die SN gewandt und ihrem Ärger Luft gemacht: „Mich stört, dass keine Rücksicht auf Radfahrer genommen wurde“, so die Beschwerde eines 65-Jährigen aus Lindhorst. Die Planung der zuständigen Verkehrsbehörde könne er nicht nachvollziehen. Normalerweise sei die Strecke von Kobbensen bis Vornhagen rund 2,5 Kilometer lang, nun müsse man über die Umleitung gut fünf Kilometer und etliche Höhenunterschiede zurücklegen. „Fußgänger wurden dabei ganz ausgeblendet.“

Ein weiterer Mann aus Stadthagen fragt sogar: „Wird man hier in den Selbstmord getrieben?“ Als Radfahrer müsse man die Straße benutzen, auf der die Autos mit 70 Stundenkilometern fahren dürfen.

Die Umleitung müsste aus Sicht eines Familienvaters frühzeitiger ausgeschildert werden. Es sei noch ärgerlicher, wenn man mit den Kindern erst einmal bis zu dem gesperrten Abschnitt gefahren sei und dann erst feststelle, dass man einen Umweg fahren müsse.

Auch Schüler sind betroffen. Sie können nun nicht mehr den gut ausgebauten Weg an der B65 nutzen, sondern müssen auf zum Teil sehr enge Straßen ohne Fahrradstreifen ausweichen.

„Wir haben keine andere Möglichkeit“, sagt Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln. Er bedauere, dass Fahrradfahrer so einen großen Umweg in Kauf nehmen müssten, aber die einzige Alternative wäre die B65 halbseitig zu sperren.

Zudem befürchtet der Lindhorster Leser, dass die Bauarbeiten wetterbedingt über den Winter ruhen und die Sperrung dadurch verzögern. Bei so vielen Millionen Kosten für den 2+1-Ausbau hätte er sich gewünscht, dass die zuständige Behörde „mehr Gedankenschmalz“ auf die Organisation verwendet hätte. Sein Vorschlag: Zum Beispiel könne eine Baustraße neben der eigentlichen Bundesstraße für die Baufahrzeuge angelegt werden.

Das Baufeld sei sehr eng und der Radverkehr ohnehin unterbrochen, weil einige Bereiche gesperrt seien und verbaut werden, erklärt Brockmann. Um möglichst wenig der landwirtschaftlichen Flächen zu verbauen, werde die neue Fahrbahn so nah wie möglich an den ursprünglichen Straßenverlauf gebaut.

Die Arbeiten für den 2+1-Ausbau dauern voraussichtlich bis Mai 2017. Wie lange die Verkehrsführung und entsprechende Umleitungen noch so beibehalten werden, konnte Brockmann noch nicht sagen. Er betonte jedoch: Sollte es eine wetterbedingte Unterbrechung im Winter geben, werde der Radweg, sofern die Verkehrssicherheit es erlaube, freigegeben.

Spätestens im Frühjahr soll nach Worten Brockmanns der bisherige Radweg einer neuen Verkehrsführung weichen. In Zukunft sollen Fahrradfahrer dann auf der Südseite vom Vornhäger Krug bis zu der neuen Brücke am Lohhof fahren und von dort über die Brücke auf die gegenüberliegende Seite geleitet werden. tbh

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