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Reiter fürchten Pferdeherpes

Zwei Tiere gestorben Reiter fürchten Pferdeherpes

Der Ausbruch von Herpes-Viren im Raum Hannover bereitet auch Schaumburger Reitern Sorgen. Mehrere Ställe im Landkreis haben ihren Betrieb eingestellt und die Türen für Besucher geschlossen.

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Bei Tierärzten besteht höhere Nachfrage nach Impfung und Umgang mit dem Herpesvirus (EHV-1).  

Quelle: picture-alliance/dpa

Landkreis. In Sehnde sind bereits zwei Pferde an der Virus-Infektion gestorben. In Peiner und Hildesheimer Reitställen sind ebenfalls Krankheitsfälle bekannt geworden.
„Momentan gibt es im Raum Schaumburg keinen nachgewiesenen Fall einer Herpeserkrankung“, sagt Jörn Paeger auf Anfrage. Dennoch mahnt der Stadthäger Tierarzt Reiter zur Vorsicht und rät dazu, nicht in Ställe zu fahren, in denen Infektionen aufgetreten sind.
Bei den Erregern handelt es sich um die Viren EHV-1 und EHV-4, die im Umfeld von Pferden vorkommen und bei diesen eine lebenslange Infektion verursachen, wie der Fachmann erklärt.
Nur gegen EHV-1 könne man Pferde derzeit impfen. Der Impfstoff gegen EHV-4 sei momentan nicht verfügbar. Das habe die produzierende Firma mitgeteilt.
Paeger bestätigt vermehrte Anfragen nach der Schutzinjektion in Schaumburg. Außerdem riefen ihn immer öfter hiesige Reiter an und bäten um Rat bezüglich des Virus. Die Impfung gegen die Erreger sei für Pferdebesitzer keine Pflicht, werde von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung allerdings empfohlen.
Viel Kontakt zu Pferdehöfen hat die Reitlehrerin Jasmin Müthing. Die Beckedorferin ist nach eigenen Angaben bisher noch nicht mit einem infizierten Pferd in Berührung gekommen. Dennoch habe sie Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Desinfizieren von Händen, Schuhen und der gesamten Kleidung gehören auch ohne Berührung der Pferde zu den Maßnahmen, die die Tierärztliche Hochschule Hannover empfiehlt.
„Wenn bei einem Schüler im Stall Herpes ausbricht, würde ich dort nicht mehr hinfahren“, sagt Müthing. Die Reitlehrerin empfiehlt Pferdebesitzern, mit ihrem Tier nicht mehr wegzufahren, vor allem nicht in Richtung Hannover.
Müthing: „Man sollte Pferde aus unterschiedlichen Ställen nicht zusammenlassen, also nicht beschnuppern lassen oder Ähnliches.“ Besonders wichtig für die 31-Jährige: Menschen, die täglich zu verschiedenen Ställen fahren, sollten ihrerseits Vorsichtsmaßnahmen einleiten, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
In sozialen Netzwerken ist das Virus derzeit Top-Thema unter Reitern. Es kursieren Listen mit Ställen, die aus Sicherheitsgründen geschlossen haben. Viele stellen sich außerdem die Frage, ob sie derzeit an Turnieren teilnehmen sollten – und die Ansteckungsgefahr für ihr Tier damit potenziell erhöhen. vr

Pferdeherpes

Das Virus EHV-1 kann zu Atemwegsinfektionen und Erkrankungen des Nervensystems führen. Außerdem sind Komplikationen bei Stuten möglich, die kurz vor dem Fohlen stehen. Die Ansteckung erfolgt nicht nur bei direktem Kontakt, sondern kann auch von verunreinigten Gegenständen und Menschen übertragen werden. Für Letzteren ist der Pferdeherpes jedoch ungefährlich. Infizierte Tiere zeigen grippeartige Symptome. Bei Verdacht auf Ansteckung sollte das Pferd isoliert und ein Tierarzt informiert werden.
Quelle: tiho-hannover.de

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