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Rekord: Leser spenden 95 773 Euro

Landkreis / "SN-Weihnachtshilfe" Rekord: Leser spenden 95 773 Euro

Erneut hat die SN-„Aktion Weihnachtshilfe“ einen phantastischen Rekord erreicht: Die 17. Saison (Winter 2011/12) wurde mit einer Spendensumme von 95 773,95 Euro abgeschlossen – das sind rund 2500 Euro mehr als die bisherige Spitzenmarke.

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Freuen sich über die Stapel von Kontoauszügen eingegangener Spenden: Ursula Müller-Krahtz (links), Martina Kramer und Jörg Fedderke (rechts) vom Sozialverein Schaumburg sowie SN-„Weihnachtshilfe“-Koordinator Stefan Rothe.

Quelle: rg

Stadthagen (r). Allein ermöglicht wurde das Rekordergebnis durch die großartige Spendenbereitschaft der Leserinnen und Leser, das Projekt zugunsten bedürftiger Menschen im Schaumburger Land nachhaltig zu unterstützen. Die Gesamtspendensumme seit Einführung der Aktion im Winter 1994/95 beläuft sich damit mittlerweile auf 1 087 801 Euro. Die Millionengrenze war Ende vergangenen November durch die Spende eines Rentnerehepaares aus Rodenberg „geknackt“ worden (wir berichteten).

„Wir freuen uns riesig über dieses wunderbare Ergebnis“, sagte SN-„Weihnachtshilfe“-Koordinator Stefan Rothe: „Ein großes Dankeschön geht an alle Spender!“ Erfreulich angestiegen sei erneut vor allem die Zahl der Kleinspender. Für diese sei es „sicher motivierend, dass vom Spendenbetrag kein einziger Euro für Verwaltung weggeht, sondern alles eins zu eins bei den Bedürftigen ankommt“, fügte Rothe während der symbolischen Übergabe des Betrages an die Vertreter des Sozialvereins Schaumburg hinzu. Zu danken sei dies vor allem dem Engagement des Sozialvereins, der das Spendengeld verteilt. Unabdingbar für den Erfolg der Aktion sei zudem die enge Kooperation mit den hiesigen Wohlfahrtsverbänden, ergänzte Rothe.

Ursula Müller-Krahtz, Vorsitzende des Sozialvereins, dankte im Namen der Hilfebedürftigen den zahlreichen Spendern. Sie hob hervor, dass Geld zunehmend auch bei Anlässen gesammelt werde wie etwa Geburtstagen, Jubiläen, Firmenfeiern, Schulveranstaltungen, Vereinstreffen oder Benefizkonzerten. „Es ist beeindruckend, wie stark diese Aktion mittlerweile in den Köpfen und Herzen vieler Menschen verankert ist“, sagte sie.

Vielleicht trage dazu auch die Tatsache bei, dass die „Weihnachtshilfe“ ganz konkret, direkt und individuell einzelnen Familien aus unverschuldeten prekären Situationen helfe – frei von anynomen Großstrukturen. „Auch der regionale Bezug unter dem Motto ,Schaumburger helfen Schaumburgern‘ spielt sicher eine große Rolle“, fügte Vereinsvize Jörg Fedderke hinzu.

Im Laufe des Jahres 2011 ist in ungefähr 250 Fällen geholfen worden. Über jeden einzelnen Hilfsantrag trifft der dreiköpfige Vorstand des Sozialvereins gemeinsam eine Entscheidung.

Martina Kramer, Geschäftsführerin des Sozialvereins, berichtete von einer steigenden Zahl von Anträgen. Oft seien diese durch hohe Energiekosten oder durch Einschränkungen von Kostenerstattungen im Gesundheitswesen begründet. Besonders stark betroffen seien chronisch Kranke und Alleinerziehende. „Das soziale Netz ist nicht für jede denkbare individuelle Lage geknüpft“, erläuterte Müller-Krahtz, „und für diese Lücken ist die ,Weihnachtshilfe‘ äußerst sinnvoll.“

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