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Richtkranz weht über Klinikumsrohbau

Krankenhaus nimmt Formen an Richtkranz weht über Klinikumsrohbau

Langsam steigt der grüne Kranz in die Höhe, die roten, weißen und blauen Bänder daran flattern im Sommerwind: Gemeinsam mit mehr als 280 Gästen und Mitarbeitern haben die Verantwortlichen und Gesellschafter der Krankenhausprojektgesellschaft (KPG) Richtfest auf der Baustelle des Gesamtklinikums Schaumburger Land gefeiert.

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Landrat Jörg Farr zeigt sich zufrieden mit dem Baufortschritt am Gesamtklinikum Schaumburger Land.

Quelle: rg

Zu den Gesellschaftern gehört außer dem Landkreis und der Stiftung Bethel auch der Gesundheitskonzern Agaplesion. „Ich bin froh, dass wir diesen Schritt gegangen sind“, bekannte Landrat Jörg Farr in seiner Rede. Der Landkreis habe zu seiner Verantwortung für die medizinische Versorgung der Menschen in Schaumburg gestanden, als er den Weg für die Fusion der bisherigen drei Krankenhäuser zum Gesamtklinikum geebnet habe. Angesichts eines Investitionsstaus von 1,5 Milliarden Euro im Gesundheitswesen in niedersächsischen Kliniken sei dieser Schritt zukunftsweisend, betonte Farr.

Er wünsche sich eine große Portion Nächstenliebe für das Gesamtklinikum, damit dieses ein „Haus mit Herz“ werde, ergänzte Altbischof Jürgen Johannesdotter als Vertreter der Stiftung Bethel. Dabei handele es sich jedoch „nicht um den verträumten Blick zum Himmel“. Nächstenliebe sei vielmehr ein Stück harte Arbeit, insbesondere bei schweren Entscheidungen und in schweren Zeiten, die es in einem Krankenhaus zweifellos gebe.

Zugleich reihe sich die Nächstenliebe als Wert nahtlos in die Wünsche seiner Vorredner ein. Zuvor hatten die Agaplesion-Vorstandsmitglieder Markus Horneber und Jörg Marx ihren Wunsch geäußert, dass das neue Haus durch Wertschätzung und Wirtschaftlichkeit geprägt werde. „Die einzelnen Werte des Leitbildes sind ohne Nächstenliebe nicht denkbar“, so Johannesdotter. Allerdings bedürfe die Nächstenliebe auch der anderen Werte, damit sie gelebt werden könne.

Für den emotionalen Teil des Richtfestes sorgte indessen die Leiterin des Kindergartens am Krankenhaus in Rinteln, Kathrin Witt. Sie bat um Spenden zugunsten einer Typisierungsaktion für den vierjährigen Paul. „Paul hat Leukämie und die Krankheit ist wieder ausgebrochen. Seit Ostern ist er wieder im Krankenhaus“, schilderte Witt das Schicksal des Jungen. „Wir suchen jetzt Pauls genetischen Zwilling, damit er geheilt werden kann.“ Zwar seien bei zahlreichen Aktionen bereits 36000 Euro an Spenden zusammengekommen, da eine Typisierung jedoch 50 Euro kostet, werde noch mehr Geld gebraucht. Zu diesem Zweck hatten Jungen und Mädchen der Kindergarten-Gruppe eine bunte Spendenbox gebastelt, die von den Gästen rasch gefüllt wurde. bes

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