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Rintelner im Visier der Drogenfahnder

Weserbergland Rintelner im Visier der Drogenfahnder

Seit Ende 2011 hatten Drogenfahnder aus Hameln gegen mutmaßliche Rauschgift-Schmuggler, Zwischenhändler und Käufer ermittelt – und dabei weder Kosten noch Mühen gescheut.

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 In diesem Stoffbeutel fanden Drogenfahnder aus den Niederlanden eingeschmuggeltes Rauschgift. Die Drogen sollten nach Erkenntnissen der Polizei in Hameln und Holzminden gewinnbringend an Süchtige – und vermutlich auch an Zwischenhändler – verkauft werden.

Quelle: fn

Weserbergland. Indizien wurden gesammelt, Verdächtige observiert. In dieser Woche setzten die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes mit einer groß angelegten Aktion einen vorläufigen Schlusspunkt hinter ihre langwierigen Nachforschungen, die auch um einen Verdächtigen aus Rinteln kreisten. In Hameln wurden am Donnerstag fünf Wohnungen, in Hessisch Oldendorf und Bad Münder „je ein weiteres Objekt“ durchsucht. 40 Beamte der Inspektion Hameln/Holzminden, der Bereitschaftspolizei Hannover und sechs Spürhunde der Direktion Göttingen waren am Vormittag im Einsatz. Gesucht wurde nach illegalen Drogen.

 Die mutmaßlichen Hintermänner, die im großen Stil Rauschgift von den Niederlanden nach Hameln geschmuggelt haben sollen, sitzen bereits seit Monaten in Haft. Sie waren über einen längeren Zeitraum observiert worden. Am 2. Juni hatten Spezialisten eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) ein Auto an der Autobahnausfahrt Bad Eilsen gestoppt. Darin saßen ein Hamelner (29) und ein Rintelner (31). Nach Angaben des Ersten Kriminalhauptkommissars Dietmar Hasewinkel hatte das Duo seinerzeit etwa ein Kilogramm bereits gestreckte harte Drogen (Heroin und Kokain) dabei.

 Als Kopf der Bande gilt ein 39-Jähriger aus Bodenwerder. Der einschlägig Vorbestrafte wurde noch am selben Tag dingfest gemacht. Später schnappten Fahnder noch einen 37-Jährigen aus Bad Münder. „Uns war im Vorfeld der Festnahme bekannt geworden, dass der Hamelner und der Rintelner in den Niederlanden Heroin eingekauft hatten“, erklärt Hasewinkel. Die Drogen sollten nach Erkenntnissen der Polizei Hameln und der Staatsanwaltschaft Hildesheim im Raum Hameln und in Holzminden gewinnbringend an Süchtige – und wohl auch an Zwischenhändler – verkauft werden.

 Am Donnerstag um 8.30 Uhr klingelten Polizisten gleichzeitig bei denen, die als Abnehmer der Schmuggler und Dealer in Betracht kamen. „Bei den Wohnungsinhabern handelt es sich um Personen, die während der Ermittlungen gegen den Verdächtigen aus Bodenwerder in den Verdacht geraten sind, illegale Betäubungsmittel erworben zu haben“, erklärt Hauptkommissar Jörn Schedlitzki.

 In einer Wohnung in Hameln seien etwa 330 Gramm Marihuana gefunden worden. Die Droge soll dort vom Lebensgefährten (43) der tatverdächtigen Mieterin (27) deponiert worden sein. Auch gegen den 43-Jährigen werde daher wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. An anderen Orten fanden die Fahnder nur kleinste Drogenmengen und diverse Betäubungsmittel-Utensilien. ube

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