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Rübenernte ist kein Zuckerschlecken

Landwirtschaft Rübenernte ist kein Zuckerschlecken

Seit einigen Wochen sind die großen Rübentransporter auf den Schaumburger Straßen unterwegs, und die Experten erwarten eine durchschnittliche Ernte.

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Bis zum Jahreswechsel sollen alle Rüben aus der Erde und zu Zucker verarbeitet worden sein. pr.

Landkreis.  „Im vergangenen Jahr haben wir dagegen einen absoluten Ernterekord eingefahren“, berichtet Stefan Brinker, Geschäftsführer der Rübenanbauer im Lippe-Weser-Raum.

 87 Rüben pro Hektar fuhren die Landwirte 2014 ein. Für dieses Jahr erwartet er etwas weniger: zwischen 78 und 80. Im Normalfall dauert die Rübenkampagne bis Weihnachten, manchmal müssen die Landwirte aber auch bis in den Januar ernten. Kreislandwirt Cord Lattwesen rechnet damit, dass zum Jahreswechsel die gesamte Kampagne abgeschlossen sein wird. Dazu gehören nicht nur die Ernte, sondern auch der Abtransport und die Verarbeitung in den Fabriken. „Derzeit sind noch nicht alle Flächen in Schaumburg gerodet“, ergänzt Lattwesen.

 Die Masse an Zuckerrüben brachte 2014 aber auch Probleme: Sie habe dazu geführt, dass die Preise extrem runter gingen und zu einer Anspannung am Zuckermarkt führten, erläutert Brinker.

 „Insgesamt sind die Ernte-Erträge größer geworden als noch vor einigen Jahren“, sagt der Geschäftsführer der Rübenanbauer. Das habe mit den milderen Temperaturen zu tun.Ein weiterer Grund für die größere Rübenanzahl, die jährlich geerntet wird, sei der gestiegene Gehalt an Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre. Auch der technische Fortschritt habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Die Landwirte verfügen über Maschinen, die schneller als früher die Rüben vom Feld einfahren.

 Brinker berichtet, dass sich die Rübenbauern vor einiger Zeit stärker spezialisiert haben und dadurch ebenfalls größere Erträge möglich seien. Derzeit sind die Landwirte nicht ganz zufrieden, denn die Ernteeinfuhr ruht auf den meisten Feldern wegen des starken Regens. „Auf Teufel komm raus sollte nicht geerntet werden, sonst machen sich die Landwirte die Äcker kaputt“, so Brinker. Wichtig sei außerdem, dass die Rüben, die locker ein Kilogramm wiegen können, vor dem Transport in die Fabrik gereinigt werden. Hierbei helfen die modernen Erntemaschinen.

 Der Transport werde in den meisten Fällen nicht von den Landwirten selbst erledigt, sondern von speziellen Abfuhrgruppen. Hierbei stellt der Landwirt seine Zuckerrüben zum vereinbarten Termin am Feldrand bereit.

 Sorge bereitet dem Kreislandwirt nach eigenen Angaben das Ende der sogenannten Zuckerquote 2016. Damit fällt auch die Preisbindung. „Noch steht der Zuckerpreis quasi unter Schutz. Wenn damit im kommenden Jahr Schluss ist, und es so weiter läuft wie bisher, dann droht vielen Landwirten ein Problem“, ist sich der Schaumburger Kreislandwirt Lattwesen sicher. Seine Kollegen müssten dann mit einem Preisverfall rechnen. bes, jemi

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