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Rückgang bei Ausbildungsplätzen

Schaumburg Rückgang bei Ausbildungsplätzen

Insbesondere bei vielen konsumorientierten Unternehmen ist das Jahr 2015 zufriedenstellend verlaufen. „Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und die jüngsten Reallohnzuwächse haben zu einer anhaltend guten Nachfrage beigetragen“, sagt Martin Wrede, Leiter der Stadthäger Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer (IHK). Sorge hätten hingegen einige Unternehmen gehabt, die vom Export abhängig sind.

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Landkreis. Hintergrund sei, dass in einigen Staaten wie etwa China und Brasilien die Konjunktur an Schwung verloren habe. Auch die Exporteinschränkungen zwischen EU und Russischer Föderation haben laut Wrede bei einigen Unternehmen in der Region zu Umsatzeinbrüchen geführt.

Bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen war 2015 indessen etwas schwächer als das Vorjahr. „Wir haben einen leichten Rückgang von 481 auf 466.“ Schaumburg bilde dabei jedoch keine Ausnahme, so Wrede. „Auch im Kammerbezirk und im gesamten Land hat es weniger neue Ausbildungsverträge gegeben.“

„Die Unternehmen sind etwas skeptischer beim Blick in die Zukunft geworden und geben sich zurückhaltend bei Neueinstellungen und Investitionen.“ Von Krise will der Wrede allerdings noch nicht sprechen. Seiner Einschätzung nach liegen die Gründe für die Skepsis darin, dass „kaum zu erwarten ist, dass die Konsumlaune auf Dauer anhält“. Auch dass die Euro-Krise noch nicht ausgestanden sei, trage dazu bei. Dennoch erwartet er für das Jahr 2016 im Bereich der IHK für den Landkreis ein Wachstum, das größer als ein Prozent ist.

„Die Einzelhändler müssen in den kommenden Monaten und Jahren noch mehr tun, um die Menschen in die Innenstädte zu locken“, ist er sich sicher. Die Konkurrenz zu Online-Konkurrenten werde unter Umständen weiter an Schärfe zunehmen. Um sich am Markt behaupten zu können, sei es wichtig, für die Kunden ein Einkaufserlebnis zu schaffen, etwa mithilfe von zugkräftigen Veranstaltungen. „Daher bin ich auch gegen weitere Einschränkungen bei den verkaufsoffenen Sonntagen“, macht Wrede mit Blick auf momentane Diskussionen in Stadthagen deutlich.

Hinsichtlich der Flüchtlingskrise geht der Experte davon aus, dass einige der Asylbewerber auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Wrede spricht sich jedoch dagegen aus, diesen Aspekt mit dem Thema Fachkräftenachwuchs pauschal zu verbinden. bes

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