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Rund 40 Prozent weniger Babys im Landkreis

Landkreis / Geburtenrückgang Rund 40 Prozent weniger Babys im Landkreis

Es kommen immer weniger Babys in Schaumburg zur Welt. Die Geburtenrate hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten um rund 40 Prozent auf 1121 Geburten (2010) verringert. Es gibt in der Regel mehr Todesfälle als Geburten, das betrifft Städte wie Dörfer. Die Bevölkerungszahl hat sich im genannten Zeitraum dennoch von rund 150000 auf etwa 160000 vergrößert.

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Immer weniger Kinder kommen in Schaumburg auf die Welt.

Quelle: dpa

Landkreis (kil).  Den Geburtenrückgang bestätigen sowohl die aktuellen Zahlen der Krankenhausgeburten in Stadthagen und Bückeburg, als auch langfristige Statistiken für den gesamten Landkreis. Mit Ausnahme der etwas geburtenstärkeren Neunziger und üblicher Schwankungen sind die Zahlen der Neugeborenen kontinuierlich gesunken. Die Aufteilung von Jungen und Mädchen ist dabei etwa gleich.

 1980 gab es kreisweit 1373 Geburten, 1990 noch 1644, 2000 insgesamt 1624 und 2005 nur noch 1220. Dieser Negativtrend setzt sich fort, wie die aktuellen Zahlen der Standesämter Stadthagen und Bückeburg für die vergangenen fünf Jahre zeigen. Hausgeburten werden bei den jeweiligen Gemeinden gemeldet. Im Kreiskrankenhaus wurden in den Neunzigern noch mehr als 700 Babys jährlich entbunden, seit der Jahrtausendwende geht es holprig bergab, sodass 2011 nur noch 412 Babys zur Welt gebracht wurden, bestätigt Dagmar Zimmermann vom Stadthäger Standesamt den Abwärtstrend. In diesem Jahr sind bisher erst 87 Babys geboren worden, „im Frühjahr sterben in der Regel mehr Menschen als Babys geboren werden“, im Sommer holten dann die Geburten wieder auf, weiß Zimmermann aus Erfahrung. Während die Geburtenrate sinke, steige die Zahl der Kinder, die nicht in eine Ehe hineingeboren wurden, sagt sie. Laut Statistik sind 2010 kreisweit 311 von 1121 Babys nicht ehelich geboren.

 Auch beim Standesamt Bückeburg ging es in den vergangenen Jahren „rauf und runter“ mit den Geburten, ein Trend nach unten ist aber auch dort zu erkennen. 2011 kamen im Bückeburger Krankenhaus 554 Babys zur Welt. Der Einzugsbereich der dort geborenen Babys überschreitet die Kreisgrenze allerdings nicht selten. Nach Angaben von Ernst-Udo Rehling vom Bückeburger Standesamt ist die Hauptgruppe der erstgebärenden Mütter im Alter zwischen Ende 20 und Anfang 30. Was die beliebtesten Namen angeht – nach der Statistik, die Rehling vorliegt, sind ausländische Namen wie Justin nicht mehr so stark im Trend, dafür seien ältere Namen wieder im Kommen, zum Beispiel Sophie, Alexander, Emilia und Marie.

 Die kreisweite Entwicklung zieht sich durch alle Gemeinden und Städte. Beispiele: In Obernkirchen wurden 1970 137 Babys, 2010 nur noch 51 geboren. In der Samtgemeinde Nenndorf sank die Zahl im selben Zeitraum von 165 auf 105, in der Samtgemeinde Niedernwöhren von 122 auf 59 und in der Samtgemeinde Sachsenhagen von 107 auf 60 Geburten jährlich.

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