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Kürbissuppe, Kürbisbrot, Kürbiskuchen, Kürbisrisotto – die Pflanzengattung mit dem lateinischen Namen Cucurbita, eine typische Herbstfrucht, kommt jetzt in vielen Variationen auf den Tisch.

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Quelle: pr.

LANDKREIS. Außerdem ziert die ausgehöhlte Frucht Hauseingänge und Balkone. Freche, gruselige und lustige Gesichter setzen Farbtupfer an grauen nasskalten Tagen – und leuchten, ausgestattet mit Kerzen, Besuchern im Dunkeln entgegen. Kleine Zierkürbisse wiederum dekorieren die Wohnung.

Ursprünglich nur in Amerika beheimatet, ist der Kürbis als Kulturpflanze heute weltweit in den warmen Gebieten zu Hause. Fünf Arten werden angebaut: der Feigenblatt-, der Moschus-, der Garten- und der Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima). Letzterer liefert die größten Früchte des Pflanzenreichs. Die Gewaltigsten bietet die Sorte „Atlantic Giant“, eine Selektion aus den schwersten Früchten (und Kreuzungen untereinander) über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren. Begonnen hat damit der amerikanische Züchter Howard Dill.

Alle aktuellen Wettbewerbe werden von Früchten dieser Sorte gewonnen. Ein Weltrekord wurde 2016 in Ludwigsburg aufgestellt: Der belgische Züchter Matthias Willemijns erreichte mit seinem Kürbis ein Gewicht von 1190,5 Kilogramm. Beliebter Japan-Import

Auf die Größe kommt es allerdings nicht an, wenn der Kürbis in den Kochtopf oder in den Backofen kommt. Hierzulande hat sich geschmacklich und in der Konsistenz der Hokkaido-Kürbis durchgesetzt. Der breitrunde orangerote Speisekürbis wiegt ein halbes bis eineinhalb Kilogramm. Beliebt ist er auch wegen seiner dünnen Schale, die anders als bei anderen Kürbissorten beim Kochen weich wird und mitverzehrt werden kann.

Das Fruchtfleisch hat ein nussiges Aroma, ähnlich Maroni, und eine stabile Konsistenz, obwohl es kaum spürbare Fasern enthält. Einen Zubereitungstipp hat Martin Parno, Küchenchef im Restaurant „Zum Dicken Heinrich“ in Lüdersfeld: Den ganzen Kürbis waschen und im Backofen bei 160 Grad Celsius 30 bis 40 Minuten backen. Parno: „Danach kann man den Kürbis viel leichter schneiden.“

Der Hokkaido ist, wie der Name vermuten lässt, ein Import aus Fernost. Kürbisse wurden im 16. Jahrhundert von den Portugiesen nach Japan gebracht, wo sie sich von Nagasaki aus in ganz Japan verbreiteten. Im 19. Jahrhundert kamen neue Kürbissorten aus Amerika hinzu, so 1878 durch US-amerikanische Agrarberater die bis dahin in Japan unbekannte Kürbissorte Hubbard.

Mit Chili und Ingwer

Aus der harten und geschmacksarmen Sorte wurde auf Hokkaido, der zweitgrößten Insel Japans, ein Riesenkürbis gezüchtet, der in anderen Präfekturen des Inselstaates immer weiter verbessert wurde. 1933 erreichte die Sorte Uchiki kuri die Marktreife –hier bekannt unter dem Namen Hokkaido-Kürbis. Seit den neunziger Jahren werden HokkaidoKürbisse auch in Europa angebaut. Auf Schaumburger Wochenmärkten und in den Supermärkten sind sie regelmäßig im Angebot.

Der Hokkaido-Kürbis harmoniert besonders gut mit Ingwer und Chili und kann vielseitig für Suppen, Aufläufe oder als Gemüse verwendet werden. Er kann auch roh gegessen oder in Salaten verwendet werden.

Hokkaido wird oft im Gewächshaus oder auf einer Fensterbank vorgezogen, um ihn dann nach den letzten Spätfrösten ins Freiland zu pflanzen.

Die Frucht kann von September bis Dezember geerntet werden. Anders als viele typische Lagergemüse sind Kürbisse frostempfindlich und sollten bei zehn bis 15 Grad Celsius gelagert werden. Unversehrte Kürbisse mit intaktem Stielansatz halten sich mehrere Monate.

 

Vorsicht!

„Bitter schmeckende Kürbisse oder Kürbisgerichte sollten nicht verzehrt werden“, warnt Henning Pusch, Apotheker in Stadthagen. Für den bitteren Geschmack verantwortlich sind die giftigen Bitterstoffe Cucurbitacine, die auch durch Kochen nicht zerstört werden und die die Magen- und Darmschleimhaut angreifen. Besonders durch Rückkreuzung mit selbstgezogenen Samen oder Kreuzung mit anderen Kürbispflanzen, zum Beispiel der Zucchini, kann ein erhöhter Gehalt an Cucurbitacinen entstehen. Besondere Vorsicht ist bei Zierkürbissen geboten. Nur die wenigsten seien essbar.

Geschmorte und gebratene Rehkeule mit Soße auf Kürbis-Kartoffelstampf

Geschmorte und gebratene Rehkeule mit Soße auf Kürbis-Kartoffelstampf

(für zehn Personen)

Zutaten:

2,4 kg Rehunterschale und -kugel (Teilstücke aus der Keule), Salz, Pfeffer, Thymian, etwas Öl zum Anbraten, je 100 g rote und gelbe Möhren, Pastinaken gewürfelt, 200 g Zwiebeln grob gewürfelt, 2-3 ELTomatenmark, Lorbeer, Wacholder, Pfeffer, 200 ml Rotwein, 2 EL Sojasoße, 1,25 Liter Wildbrühe oder Wasser zum Aufgießen.

Zubereitung:

Das Fleisch würzen. Alle Zutaten nacheinander in der angegebenen Reihenfolge anbraten, dann ablöschen und bei 160 °C ca. 1,5 St. schmoren.

 

Gebratene Rehkeule

Gebratene Rehkeule

Zutaten:

0,8 kg Rehoberschale (Teilstück aus der Keule), Salz und Pfeffer, Thymian

Zubereitung:

Die Oberschalen anbraten und im Ofen bei 160 °C ca.16- 20 Min. garen. Dann mindestens 15 Min. ruhen lassen, bevor man das Fleisch aufschneidet. (Im selben Ofen garen wie die Keule, nach 1 Std. Garzeit)

Kürbis-Kartoffelstampf

Kürbis-Kartoffelstampf

Zutaten:

1 Hokkaido-Kürbis (ganze Frucht, ungeschält), 1,5 kg Kartoffeln, geschält, geviertelt, 1 Lorbeerblatt und 1 Pimentkorn, 1 Becher Schmand, ½-1 TL Chili, 1/2 Bund Schnittlauch, fein geschnitten, etwas Meersalz.

Zubereitung:

Den Kürbis waschen und im Backofen bei 160°C (gleicher Ofen wie oben, während der ersten Stunde) 30-40 Min. backen. Danach kann man den Kürbis leichter schneiden. Entkernen und grob würfeln. Kartoffeln in Salzwasser mit 1 Lorbeerblatt und 1 Pimentkorn gar kochen. Die gekochten Kartoffeln stampfen und den kurz erwärmten Kürbis dazu geben. Mit Schmand, Schnittlauch, Chili und Meersalz abschmecken.

Guten Appetit wünscht Martin Parno vom Restaurant „Zum Dicken Heinrich“ in Lüdersfeld.

 

Kürbis-Quiche mit Granatapfel

Kürbis-Quiche mit Granatapfel

(für 12 Stücke) Zutaten:

700 g Hokkaido-Kürbis, 3 Zwiebeln, 4 EL Öl, Salz, Pfeffer, 10 g Butter, 1 Rolle frischen Mürbeteig aus dem Kühlregal, 75 g Doppelrahmfrischkäse, 3 Eier, 100 g geraspelter Gouda, 4 Zweige Thymian, Granatapfelkerne nach Belieben. Zubereitung:

Den Kürbis putzen und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebeln pellen und in Streifen schneiden. 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln darin glasig dünsten, dann herausnehmen. 3 EL Öl in die Pfanne geben, Kürbis darin anbraten, bei mittlerer Hitze 10 Minuten dünsten. Salzen und pfeffern.

 Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert). Die Quicheform (28 cm Durchmesser) einfetten, den Teig hineinlegen, Kürbis darauf verteilen. Frischkäse und 3 Eier pürieren, salzen, pfeffern und über den Kürbis verteilen. Gleichmäßig mit Käse bestreuen. Den Thymian darauflegen. Auf dem Rost auf dem Ofenboden 35 – 40 Minuten goldbraun backen. Mit Granatapfelkernen bestreuen und sofort servieren.Quelle: Hygge

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