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SPD-Kreistagsfraktion: Vierbettzimmer sind keine Lösung

Landkreis / Klinikum SPD-Kreistagsfraktion: Vierbettzimmer sind keine Lösung

In genau drei Jahren, im September 2014, soll der „Patientenbetrieb“ im neuen Gesamtklinikum Schaumburg losgehen. Das jedenfalls sieht der aktuelle Zeitplan der Krankenhausprojektgesellschaft vor, wie deren Geschäftsführer Claus Eppmann auf Anfrage mitteilte.

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So sieht der aktuelle Entwurf für das geplante Gesamtklinikum Schaumburg in der Computer-Simulation aus. © pr.

Landkreis (ssr). Derzeit werde, voraussichtlich noch bis November, die Entwurfsplanung einer Überarbeitung unterzogen. Dann solle die Ausschreibung und Vergabe vorbereitender Maßnahmen wie etwa des Erdbaus beginnen und bis März 2012 abgeschlossen sein. Für Mitte Dezember 2011 ist das Einreichen der Bauanträge vorgesehen. Werden diese ohne Verzug genehmigt, startet im Mai 2012 die Bauphase. Ab Ende 2013 soll der Umzug eingeleitet werden.

Auf Zustimmung sind unterdessen die aktuellen Pläne bei der SPD-Kreistagsfraktion gestoßen. Diese hatte beantragt, bei der Planungs-, Bau- und Startphase dafür zu sorgen, dass möglichst viele Arbeitsplätze im heimischen Raum entstehen und dabei insbesondere an Küche, Wäscherei, Labor, Garten- und Landschaftsbau, Brandschutztechnik gedacht.

„Wir wollen, dass die medizinische Versorgung in Schaumburg langfristig erhalten bleibt, gleichzeitig sollen durch dieses neue Haus der Schwerpunktversorgung mehr Behandlungsmöglichkeiten in Schaumburg angeboten werden, als dieses bisher in den drei Häusern der Fall war. Wir wollen auch, dass dieses neue Haus Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung bietet und die Aufträge so weit wie möglich bei heimischen Unternehmen ankommen“, so die Abgeordnete Ilka Niemeyer.

Erfreut über die Äußerung Eppmanns, das Essen im neuen Klinikum werde entgegen allen Gerüchten nicht aus Magdeburg angeliefert, sondern ProDiako werde eine regionale Lösung finden, zeigt sich Wolfgang Kölling: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen gewährleisten, dass die Wege so kurz wie möglich sind und auch versuchen, regionale Produkte zu verwenden.“

Als wesentlich komplizierter, so die SPD-Fraktion, stelle sich die Frage nach den Mehrbettzimmern dar. Es sei deutlich, dass das Klinikum in der derzeitigen Planung 52 Einzelzimmer und 175 Doppelzimmer haben soll, „somit mehrheitlich ein sehr hoher Standard an die Unterbringung angelegt wird“.

Die finanziellen Folgen, ganz auf die aktuell geplanten neun Mehrbettzimmer zu verzichten, wären nach Aussagen von Eppmann allerdings erheblich, weil dann Wahlleistungserlöse von Privatpatienten in Höhe von 750.000 Euro pro Jahr wegfielen. Hier werde in Verhandlungen mit dem Verband der Privatkrankenkassen nach vernünftigen Lösungen gesucht. „Wir unterstützen die Bemühungen, die Mehrbettzimmer ganz aus der Planung heraus zu kriegen“, betonte Helma Hartmann-Grolm.

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