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Ralph Tegtmeier will in den Bundestag

Nenndorfer SPD-Politiker: „Eine nicht alltägliche Chance“ Ralph Tegtmeier will in den Bundestag

Eineinhalb Jahre vor der nächsten Bundestagswahl gibt es in Reihen der heimischen SPD einen ersten Bewerber für den aus Parteisicht vakanten Wahlkreis 40 (Nienburg II-Schaumburg): Ralph Tegtmeier aus Bad Nenndorf wirft seinen Hut in den Ring.

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Ralph Tegtmeier im Kurpark seiner Heimatstadt Bad Nenndorf. Der 43-Jährige will für die SPD ins Bundestagswahl-Rennen gehen.

Quelle: gus

Landkreis. Entsprechende Informationen der Schaumburger Nachrichten hat der 43-Jährige gestern auf Anfrage bestätigt.

Parteifreunde hätten ihn zu dem Schritt ermutigt, erklärte Tegtmeier. Über mehrere Wochen habe er die Lage sondiert und dann beschlossen, „diese nicht alltägliche Chance zu ergreifen“.

Tegtmeier ist politisch alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Riepener engagiert sich seit seinem 18. Lebensjahr in der SPD, war drei Jahre Juso-Chef im Unterbezirk. 2006 wurde er in den Nenndorfer Samtgemeinderat und in den Rat der Kurstadt gewählt. Dort ist er seit einem Jahr einer der stellvertretenden Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl 2011 zog er auch in den Kreistag ein.

Als Kommunalpolitiker sei man vielfach gezwungen, unter den Vorgaben aus Berlin zu arbeiten. „Es wäre für mich sehr reizvoll, diese Rahmenbedingungen künftig mitgestalten und Einfluss nehmen zu können“, verdeutlicht der Jurist seine Beweggründe für die angestrebte Kandidatur. Es gehe ihm auch darum, diese vor Ort so zu kommunizieren, dass sich die von Entscheidungen Betroffenen mitgenommen fühlten. Die derzeitige Flüchtlingskrise sei ein Beispiel dafür, „dass es nicht immer eine einfache Lösung für Probleme gibt“.

Karsten Becker "hocherfreut"

Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Schaumburg, Karsten Becker, zeigt sich nach eigenen Worten „hocherfreut über diese sehr Erfolg versprechende Bewerbung. Ralph Tegtmeier ist nicht nur politisch erfahren, was er in verschiedenen Ämtern bewiesen hat. Er ist jung, dynamisch und auch beruflich erfolgreich.“

Der 43-Jährige hat nach seinem Abitur am Gymnasium Bad Nenndorf 1992 eine Ausbildung zum Bankkaufmann beim BHW in Hameln und parallel dazu ein BWL-Studium absolviert. 1995 schloss er ein Jura-Studium an. 2004 legte er das Zweite juristische Staatsexamen ab. Ein Jahr später heuerte er bei der VGH-Versicherung in Hannover an, wo er mittlerweile zum Abteilungsleiter aufgestiegen ist.

Nächsten Mittwoch soll Tegtmeier in einer Mitgliederversammlung des Nenndorfer Ortsvereins offiziell als Bewerber nominiert werden. Eine Findungskommission um Becker hatte alle Parteigliederungen aufgefordert, bis zu den Osterferien Personalvorschläge zu unterbreiten.
 Die endgültige Kandidatenaufstellung soll auf einer Delegiertenkonferenz am 24. Juni in Stadthagen erfolgen. Bis dahin haben weitere Anwärter Zeit, ihre Bewerbung abzugeben. „Ich rechne fest damit, dass es noch zwei, drei weitere Kandidaten geben wird“, sagt Tegtmeier. Eine Herausforderung, der er sich gern stellen wolle.

Vor etwa zwei Jahren hatte es kurzfristig Gedankenspiele in Berliner SPD-Kreisen gegeben, der damaligen Generalsekretärin Yasmin Fahimi den heimischen Wahlkreis zuzuschanzen. Die Pläne wurden aber schnell wieder fallen gelassen – auch weil die Parteibasis nicht mitspielen wollte.
 Spekulationen, wonach UB-Chef Becker selbst eine Kandidatur in Erwägung ziehen könnte, hat dieser mit Nachdruck zurückgewiesen. Er sehe seine politische Zukunft weiter im Landtag, stellt Becker klar.

Nienburger Genossen am Zug

Völlig offen ist aber noch, wie sich die Nienburger SPD verhält, mit der sich die Schaumburger Genossen den Wahlkreis teilen. Überlässt sie diesmal Schaumburg den Vortritt, nachdem der frühere Abgeordnete Sebastian Edathy aus ihren Reihen kam?

Edathy saß bis zu seinem Rücktritt nach der Kinderporno-Affäre insgesamt 16 Jahre als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag. 2013 war es ihm nur noch mit drei Prozentpunkten Vorsprung auf CDU-Herausforderer Maik Beermann gelungen, den Wahlkreis zu verteidigen.

Beermann gelangte über die Landesliste trotzdem noch ins Parlament. Seit Edathys Mandatsverzicht hat die heimische SPD keinen eigenen Abgeordneten mehr in Berlin.

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