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SPD sucht Edathy-Nachfolger

Bundestagswahl SPD sucht Edathy-Nachfolger

Seit dem jähen politischen Absturz des früheren Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy ist klar: Die hiesige SPD steht vor der Aufgabe, für das vormalige politische Schwergewicht einen zugkräftigen Nachfolger als Kandidat für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg zu präsentieren. Erste vorbereitende Schritte wurden jetzt eingeleitet.

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Sebastian Edathy

Landkreis. Wie der Schaumburger SPD-Vorsitzende Karsten Becker auf Anfrage berichtete, haben die beiden Unterbezirke Schaumburg und Nienburg jetzt eine gemeinsame Findungskommission eingesetzt. Diese soll in einer Sitzung Anfang Juli einen Zeitplan für das Nominierungsverfahren und Details der Bewerberfindung festlegen.

Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Edathy um ein politisches Schwergewicht gehandelt hat, das möglichst gut ersetzt werden muss, sagte Becker: „Ich kenne viele Beispiele dafür, dass kompetente Persönlichkeiten ihre politischen Einflussmöglichkeiten schnell ausweiten können – und genau so jemanden gilt es zu finden.“

Becker räumte ein, dass es ein Vorteil wäre, auf einen etablierten Abgeordneten zurückgreifen zu können und keinen Neuling nominieren zu müssen. Aber: „Ich habe keine Sorge, dass wir jemanden finden, der schnell klar macht, dass er den Wahlkreis in Berlin kompetent vertreten kann.“ Der Unterbezirksvorsitzende fügte präzisierend hinzu: „Ich weiß, dass es in unseren Reihen in Schaumburg potenzielle Kandidaten gibt, die diese Aufgabe hochkompetent ausfüllen können.“

Mit Blick auf das seit Edathys Rückzug vor einem guten Jahr verwaiste Wahlkreismandat und die verbleibenden gut zwei Jahre der laufenden Wahlperiode gestand Becker ein, dass von vornherein klar war, wie schwierig es sein würde, für die Dauer der Legislaturperiode einen Ersatz dafür zu installieren. Er sei den beiden benachbarten Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch (Hannover-Land II) und Gabriele Lösekrug-Möller (Hameln-Pyrmont/Holzminden) „außerordentlich dankbar, dass sie gemeinsam versuchen, die Lücke so gut es geht zu füllen, indem sie Informationen weiterleiten und für Veranstaltungen zur Verfügung stehen“.

Es sei aber zuzugestehen, dass durch das Ausscheiden Edathys die Möglichkeit verloren gegangen sei, durch einen hier gut vernetzten Abgeordneten die Interessen des Wahlkreises in Berlin direkt und mit Durchsetzungskraft zu vertreten.

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