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Säumiger Mieter muss Geldstrafe bezahlen

Gerichtsurteil Säumiger Mieter muss Geldstrafe bezahlen

Zum Abschluss eines zweitägigen Prozesses ist ein Rintelner (48) nun wegen dreifachen Betruges zu einer Geldstrafe von 700 Euro verurteilt worden, gut zwei Monatseinkommen für den Arbeitslosen.

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Quelle: Symbolfoto

Landkreis. Der Mann hatte binnen sechs Monaten drei Wohnungen angemietet und nicht bezahlt. Dadurch entstand ein Gesamtschaden von knapp 2000 Euro.

Immer wenn ihm gekündigt wurde, sei er weiter gezogen in die nächste Wohnung, resümierte Richter Christian Rost. Mit seinem Urteil folgte Rost im Wesentlichen dem Antrag von Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig.

Zufälliges Wiedersehen

Die Serie der Einmietbetrügereien begann im Sommer 2013. Damals wurde die alte Mietwohnung des Angeklagten wegen Eigenbedarfs gekündigt. Der 48-Jährige zog daraufhin in eine Zweizimmerwohnung, für die er monatlich 440 Euro zahlen sollte. Schon nach einem Monat musste er sich eine neue Unterkunft suchen, die Miete hatte er nicht überwiesen. Erst Jahre später traf der Vermieter den Angeklagten zufällig wieder und erhielt von da an in monatlichen Raten die ausstehenden 440 Euro.

In der nächsten Wohnung blieb der Rintelner vier Monate, zahlte aber nur einmal den fälligen Mietzins in Höhe von 390 Euro. Der Vermieter erinnerte sich nun daran, dass ihm der Mann damals erzählt hatte, er arbeite bei einer Firma im Schaumburger Land. Der Vermieter machte sich dann auf den Weg zu dem Unternehmen.

Dort, so der Zeuge, wurde ihm gesagt, den Herrn würden sie gar nicht kennen. Auch bei der Anmietung der dritten Wohnung in einem Rintelner Ortsteil soll der 48-Jährige wahrheitswidrig geäußert haben, er gehe einer Beschäftigung nach. Sogar einen Arbeitsvertrag hatte er nach Zeugenangaben vorgelegt.

Vermieter riefen Firma an

Als das Geld – 410 Euro für zweieinhalb Zimmer – nicht floss, riefen die Vermieter bei der Firma an. Sie erhielten die Auskunft, der Mann arbeite dort schon länger nicht mehr. Dagegen versicherte der Angeklagte, er habe in den letzten beiden Fällen seine Arbeitslosigkeit nicht verschwiegen.

Bei der dritten Unterkunft habe ihm außerdem das Job-Center zugesichert, die Räume zu zahlen. Auch diese Wohnung verließ er schnell, seine Möbel blieben aber noch acht Monate dort, ehe die Wohnung ausgeräumt wurde. maf

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