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Schadstoffe schneller vor Ort bekämpfen

Spezialausrüstung ist Thema Schadstoffe schneller vor Ort bekämpfen

Wenn unklar ist, ob bei einem Brand gefährliche Schadstoffe in die Luft austreten, ist eine schnelle Messung angesagt. Nur dann kann die umliegende Bevölkerung im Bedarfsfall rasch informiert und weitere Maßnahmen eingeleitet werden.

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Im Ernstfall wichtig: Vollschutzanzüge der Feuerwehr.

Quelle: pr.

Landkreis. Für derlei Einsätze zuständig ist die Umweltschutz-Einheit der Kreisfeuerwehr. Doch bei den Feuerwehren in den Kommunen im Nordkreis gibt es Überlegungen, künftig auch auf der örtlichen Ebene einen angemessenen Teil an Spezialausrüstung vorzuhalten. Dabei sollen die Städte und Gemeinden eng zusammenarbeiten. „Die örtlichen Feuerwehren müssten in die Lage kommen, bei Notfällen mit Gefahrgut selbst schnell erste Arbeiten zu verrichten“, meint der Sachsenhäger Samtgemeinde-Brandmeister Joachim Muth, der diese Kooperation vorantreiben will.

Muth nennt ein konkretes Beispiel: In einem Dorf im Nordkreis verunglückt ein mit Chemikalien beladener Lastwagen. Der Fahrer ist eingeklemmt und muss befreit werden. Das geht wegen des Austritts der Chemikalien nur mit Vollschutzanzügen. Bislang muss abgewartet werden, bis die in der Kreisstadt stationierte Umweltschutz-Einheit der Kreisfeuerwehr anrückt. Muth und seine Kollegen wollen, dass auch die Wehren der Städte und Gemeinden mit Vollschutzanzügen ausgestattet sind. Dann könnte dem Lkw-Fahrer vor Ort schneller geholfen werden. Ähnlich verhält es sich mit Spezialgeräten zur Schadstoffmessung auf entsprechenden Fahrzeugen, die, wenn sie vor Ort vorhanden wären, ebenfalls schneller zum Einsatz kommen könnten.

"Nicht jede Wehr muss alles haben"

Nun sind die Kosten sowohl für die Vollschutzanzüge wie für die Messgeräte „immens“, wie Muth weiß. Ein Vollschutzanzug beispielsweise kostet rund 4000 Euro. Daher solle zwischen den Kommunen überlegt werden, wie man sich die Anschaffung aufteilt. „Nicht jede Ortswehr muss alles haben“, so Muth. Im Ernstfall werde an Ausstattung dann „zusammengeführt, was benötigt wird“. Erforderlich sei auch eine entsprechende Ausbildung von ausreichend Feuerwehrleuten vor Ort, die dazu bereit sind.

Muth machte deutlich, dass diese Planungen „noch ganz am Anfang sind“. Es sei zwar schon mit einigen, aber noch nicht mit allen Bürgermeistern darüber gesprochen worden. Letztlich müssten wegen der nicht unerheblichen finanziellen Auswirkungen die Räte in den Städten und Gemeinden über die geplante Kooperation entscheiden.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote unterstützt die Bestrebungen: „Ein gewisser Grundschutz, was die Bekämpfung von Schadstoffen angeht, sollte in der Fläche vorhanden sein.“ Denn dann wären wichtige erste Aufgaben schneller vor Ort zu erledigen. Im Südkreis sei durch die Stationierung von Messwagen der Kreisfeuerwehr in Vehlen, Möllenbeck und Rusbend eine gute Ausstattung vor Ort gegeben. Doch im Nordkreis gebe es diesbezüglich Nachholbedarf. ssr

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