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Schatzmeisterin gibt Überblick über Finanzen des Tierheims

Fundkatzen-Pauschale muss erhöht werden Schatzmeisterin gibt Überblick über Finanzen des Tierheims

80.000 Euro hat der Tierschutzverein Stadthagen 2014 eingenommen. Finanziell endete das Jahr mit einem Überschuss von 5500 Euro. Das zu wiederholen, wird nicht leicht: Der Mindestlohn wird die Ausgaben für Löhne 2015 verdoppeln, befürchtet Renate Reinnisch, Schatzmeisterin des Tierschutzvereins Stadthagen. Ein Überblick über die aktuelle Finanzlage des Tierheims:

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Quelle: dpa

Landkreis. Die Einnahmen kommen durch Zahlungen der Kommunen für Fundtiere, Mitgliedsbeiträge, Spenden und Bußgelder zustande. Insgesamt fünf Kommunen gehören zum Einzugsbereich: Die Samtgemeinden Nienstädt, Niedernwöhren, Sachsenhagen und Lindhorst sowie die Kernstadt Stadthagen. „Die Samtgemeinden zahlen zwölf Euro pro Fundtier pro Tag, für maximal 30 Tage“, sagt Reinnisch. Stadthagen zahlt momentan 8,50 Euro: „Das wird sich ändern müssen“, so Reinnisch.

Am Anfang des Jahres zahlen die Gemeinden Nienstädt, Lindhorst und Sachsenhagen eine Pauschale von 2500 Euro. „Diese nutzen wir wie ein Guthaben und rechnen die Fundtiere ab, bis es aufgebraucht ist“, erklärt die Schatzmeisterin. Ist dies der Fall, werden weitere Tiere in Rechnung gestellt.

„Gezahlt wird, bis das Fundtier vermittelt ist, dann wird mit der entsprechenden Kommune abgerechnet“, so Reinnisch. Das bedeutet: Bleibt das Tier zum Beispiel 60 Tage, muss die Kommune dank der getroffenen Regelung trotzdem nur für 30 Tage zahlen. Bleibt das Tier weniger als 30 Tage, wird für die entsprechende Anzahl an Tagen Geld überwiesen.

Wie viel Geld der Verein bekommt, variiert von Jahr zu Jahr. Das liegt daran, dass die Zahl an Fundtieren nie gleich ist. „2012 zahlte Stadthagen 10.500 Euro an das Tierheim, 2013 waren es 8900 Euro und 2014 überwies die Stadt 7000 Euro“, zählt Reinnisch auf. Aufgrund der Masse an Fundkatzen zahlte die Samtgemeinde Nienstädt 2014 satte 6000 Euro. Die Tierschützerin geht jedoch davon aus, dass dank der vielen kastrierten Fundkatzen für 2015 weniger Kosten auf die Gemeinde zukommen werden.

Auch die Mitgliedsbeiträge variieren: Das liegt daran, dass viele Mitglieder ihre Beiträge freiwillig erhöhen, so die Schatzmeisterin. 2014 flossen so 5800 Euro in die Kasse. Patenschaften brachten dem Tierheim 3300 Euro ein. Ein Bußgeld von 1800 Euro, dass einem Tierquäler verordnet wurde, war ein willkommener Bonus, ergänzt Schatzmeisterin Reinnisch.
Demgegenüber stehen Ausgaben von 74.500 Euro. Mit 30.000 Euro sind die Kosten für Tierarzt und Medikamente dabei am höchsten. 20.000 Euro zahlte der Verein an Löhnen. „Dieses Jahr werden es 40 000 sein, aufgrund des Mindestlohns“, sagt Reinnisch mit sorgenvoller Miene. Der erwirtschaftete Überschuss bringt da keinen Ausgleich.

Dank der zahlreichen Futterspenden konnte das Tierheim 7000 Euro in Futter investieren. 1200 Euro nehmen die Versicherungen in Anspruch. Auch das Vereinsfahrzeug schlägt pro Jahr mit 1000 Euro Benzinkosten und 750 Euro für die Kfz-Versicherung zu Buche. Kleinere Posten, wie Büromaterialien. Buchführungskosten, Steuerberatung, Porto- und Telefonkosten kosten 1000 Euro pro Jahr.

„Für das Gebäude ist glücklicherweise die Stadt verantwortlich, die uns damit einen großen Dienst erweist“, sagt Reinnisch. Strom-, Wasser- oder Müllgebühren fallen also nicht an.
Um finanzielle Probleme durch den Mindestlohn zu verhindern, plant der Verein nun die Tagespauschale für die Kommunen zu erhöhen. „Stadthagen weiß bereits Bescheid, die Samtgemeinden müssen noch benachrichtigt werden“, kündigt die Schatzmeisterin an. Wie hoch die Pauschale sein wird, steht nach ihren Angaben aber noch nicht fest. mak

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