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Streit in Rodenberger CDU sorgt für Eklat

Kreisparteitag in Bückeburg Streit in Rodenberger CDU sorgt für Eklat

Bei der Wahl der Kreitagskandidaten auf dem CDU-Kreisparteitag ist der Streit innerhalb des Rodenberger Verbandes weiter eskaliert. Dem wegen des Verdachts der Protokollfälschung in die Defensive geratenen André Hoffmann gelang hingegen der politische Befreiuungsschlag.

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Die CDU-Spitzenkandidaten der sechs Wahlkreise von links: Axel Wohlgemuth, Gunter Feuerbach, Cornelia Jäger, André Hoffmann, Marion Steding und Horst Sassenberg.

Quelle: ber

Landkreis. „Unfassbar“, „Newcomerin verbrannt“, „der Samtgemeindeverband hat seinen Laden einfach nicht im Griff“ – auf dem CDU-Kreisparteitag am Freitagabend im Bückeburger Ratskeller ist der Streit innerhalb der Rodenberger CDU weiter eskaliert, zum Entsetzen der Schaumburger Parteifreunde. Während alle Listen ohne Dikussion abgenickt wurden, kam es im Wahlkreis Rodenberg/Lindhorst zur Kampfabstimmung, deren Ausgang den Zusammenhalt der Rodenberger CDU auf eine harte Probe stellt.

Auf der auf dem Parteitag verteilten Wahlliste war als Rodenberger Spitzenkandidat noch Erhard Steege aufgeführt. Dieser hatte sich auf der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes gegen André Hoffmann durchgesetzt. Da Hoffmann signalisiert hatte, sich einer Kampfabstimmung auf dem Kreisparteitag zu stellen, war Steege kurzfristig wieder von seiner Kandidatur zurückgetreten. Stattdessen sollte nach dem Willen des Ortsverbandes die 24-jährige Patricia Kasper (Foto) die Rodenberger CDU als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf führen.

Kasper ist die Nachfolgerin von Hoffmann als Vorsitzende des CDU-Amtsverbandes der Samtgemeinde Rodenberg. Dieses Amt hatte Hoffmann Ende 2015 niedergelegt. Insider sprachen in diesem Zusammenhang von einem handfesten Streit unter Parteifreunden. In einem anonymen Brief wurde der Vorwurf gegen Hoffmann erhoben, ein Sitzungsprotokoll gefälscht zu haben.

Ungeachtet der Querelen um seine Person und des fehlenden Rückhalts in der Rodenberger CDU bewarb sich der 39-Jährige auf dem Kreisparteitag um den Listenplatz 1 – und setzte sich mit 62 zu 56 Stimmen gegen Kasper durch. In der Folge stürmten die 24-Jährige und die Mehrheit ihrer Rodenberger Parteifreunde aus dem Ratskeller, „weil die anderen Ortsverbände sich in unsere Angelegenheiten eingemischt haben, indem sie die von uns vorgeschlagenen Kandidaten nicht akzeptiert haben“, wie Börries von Hammerstein, Mitglied der Rodenberger Samtgemeindefraktion, am Sonntag auf Nachfrage erklärte.

Kasper muss Wahlkampf für Hoffmann organisieren

Mike Schmidt, als Bürgermeister von Bad Nenndorf zugleich Chef von Kasper, hatte kein Verständnis für diese Reaktion. „In einer demokratischen Abstimmung muss man auch mit Niederlagen umgehen können. Da habe ich zum Gewinner zu gehen und zu gratulieren“, ärgerte sich Schmidt.

Hoffmann war dagegen die Genugtuung anzusehen, als er die Gratulationen entgegennahm. „Scheinbar gibt es unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Kreis-CDU, was die Person André Hoffmann betrifft“, sagte Hoffmann, der darum bat, „für die Kommunalwahl zusammenzustehen“. Ob Hoffmann tatsächlich auf die Unterstützung der Rodenberger CDU zählen kann, darf nach diesem Abend jedoch bezweifelt werden. Für die Organisation der Wahlkampfes zuständig ist nämlich: Patricia Kasper. ber

Hier die Belegung der jeweils fünf ersten Listenplätze in den sechs Wahlkreisen:

Rinteln: 1. Marion Steding, 2. Veit Rauch, 3. Udo Schobeß, 4. Dr. Joachim von Meien, 5. Philipp Arndt.

Stadthagen/Niedernwöhren: 1. Gunter Feuerbach, 2. Heiko Tadge, 3. Monika Insinger, 4. Jens Klugmann, 5. Friedrich Wilharm.

Bückeburg/Eilsen: 1. Axel Wohlgemuth, 2. Peter Kohlmann, 3. Dr. Wilhelm Dreves, 4. Rolf Prasuhn, 5. Heike Donath.

Nenndorf/Sachsenhagen: 1. Cornelia Jäger, 2. Klaus-Dieter Drewes, 3. Werner Bövers, 4. Heiko Bothe, 5. Fabian Heine.

Obernkirchen/Auetal/Nienstädt: 1. Horst Sassenberg, 2. Petra Ritter, 3. Jörn Lohmann, 4. Corinna Weiß, 5. Heinz David.

Rodenberg/Lindhorst: 1. André Hoffmann, 2. Burkhard Pieper, 3. Nicole Bruns, 4. Börries von Hammerstein, 5. Jörg Hupe.

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