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Schaumburg schrumpft

Landkreis / Wohnbevölkerung Schaumburg schrumpft

Der Landkreis Schaumburg wird immer kleiner – zumindest im Hinblick auf die Zahl seiner Einwohner. Das macht ein Blick auf die Statistik der Wohnbevölkerung deutlich, die der Landkreis Schaumburg herausgegeben hat.

Landkreis (aw). Wohnbevölkerung, das sind alle Einwohner, die hier im Landkreis ihren alleinigen oder Hauptwohnsitz haben. Und das sind immer weniger: 160 636 Einwohner hatte der Landkreis zum 31. Dezember 2010. Fünf Jahre zuvor waren es noch 165 557 Menschen, die hier lebten. Seither ist die Wohnbevölkerung um rund drei Prozent geschrumpft. Im Vergleich zu 2001 ist der Verlust noch deutlicher: Damals zählte man im Landkreis noch rund 166 000 Menschen.

Besonders Rinteln und Stadthagen verloren seither Einwohner, aber auch die Samtgemeinden und die Gemeinde Auetal büßten kräftig ein und das bei einer vergleichsweise hohen Bevölkerungsdichte: Auf einem Quadratkilometer wohnen im Durchschnitt 240 Einwohner.

In Stadthagen beispielsweise wohnten Ende 2005 noch 23 181 Menschen. In der aktuellen Statistik sind es 909 weniger. Das gleiche Bild in Rinteln: 27 806 Einwohner zählte die Stadt 2005, fünf Jahre später waren es nur noch 26 879.

Nahezu alle Gemeinden verloren innerhalb dieser fünf Jahre in einem eher schleichenden Prozess Einwohner, allen voran die Samtgemeinde Rodenberg, wo ein Rückgang um 566 Einwohner zu beklagen ist. Einzige Ausnahme ist die Samtgemeinde Nenndorf und dort vor allem die Stadt Bad Nenndorf: Sie konnte in den fünf Jahren 274 Einwohner dazugewinnen. 10 510 Menschen leben dort heute.

Die Gemeinde Suthfeld kann, statistisch betrachtet, fünf neue Mitbürger begrüßen, und auch die Gemeinde Wiedensahl in der Samtgemeinde Niedernwöhren hat „zugelegt“, wenn auch nur minimal (+1). Nur leichte Rückgänge verzeichneten Heuerßen (-1) und Ahnsen (-3).

Nichtsdestotrotz werde sich der allgemeine Trend fortsetzen, meint Klaus Heimann vom Landkreis Schaumburg, wenn auch nicht so gewaltig wie in anderen Teilen Niedersachsens. Verantwortlich dafür sei vor allem der demografische Wandel. Die Bevölkerung wird im Durchschnitt zunehmend älter, und gleichzeitig gibt es immer weniger Nachwuchs. „Diese Entwicklung ist schon über viele Jahre hinweg vorhergesehen worden“, sagt Heimann.

Konkrete Vorschläge, wie man dieser Entwicklung begegnen und den Trend gar stoppen könnte, gibt es bislang nicht. Zwar wurden die Rahmenbedingungen für Familien seitens der Politik in den vergangenen Jahren verbessert, beispielsweise beim Elterngeld. Doch, ob und wie stark sich das auch auf die Geburtenrate auswirkt, bleibt abzuwarten.

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