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Schaumburg vom Hanta-Virus noch verschont

Fünf Fälle in Minden-Lübbecke Schaumburg vom Hanta-Virus noch verschont

Bundesweit steigt die Zahl der Hanta-Virus-Erkrankungen, aktuell sind es 797. Der Nachbarlandkreis Minden-Lübbecke ist auch bereits betroffen. In Schaumburg ist derzeit kein Fall gemeldet. Das betonte Dr. Jörg Fedderke vom Schaumburger Gesundheitsamt auf Anfrage.

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Quelle: dpa

Landkreis. Auch Diana Fortmann, Geschäftsführerin Agaplesion evangelisches Klinikum Schaumburg, ist kein Fall bekannt.

 Im Nachbarlandkreis Minden-Lübbecke sieht das anders aus. Die Verwaltung meldet fünf Fälle in diesem Jahr – bis jetzt. Dennoch, so betont Fedderke, könnte im Dunkelzifferbereich doch die eine oder andere Infektion in Schaumburg vorliegen. Bei harmlosen Krankheitsverlaufen wird dem Patienten oder dem Mediziner möglicherweise gar nicht bewusst, dass es sich bei den Grippe-Symptomen um einen Hanta-Virus handelt. Nur offiziell gemeldet sei bislang kein Fall.

 Die Menschen leiden an grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Nierenproblemen bis hin zu Nierenversagen. Hanta-Viren werden von Nagetieren übertragen, vor allem von der Rötelmaus. Wenn die Population dieser Mäuse zunimmt, kommt es auch zu einer Zunahme der Erkrankungsfälle in der Bevölkerung. Der Name Hanta-Virus leitet sich vom koreanischen Fluss Hantangang ab. Während des Korea-Krieges infizierten sich dort mehr als 3000 Soldaten an diesem Virus.

Todesfälle sehr selten 

Die in Deutschland beobachtete Variante verläuft in der Regel milde und häufig ohne deutliche Symptome, Todesfälle sind daher sehr selten. Es gibt weder eine spezifische Therapie noch eine Impfung.

 Hanta-Viren werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Der Mensch infiziert sich durch Urin und Kot der Nager. Hier kann sich das Virus auch in getrocknetem Zustand mehrere Tage halten. Wenn dann Staub mit diesem Kot aufgewirbelt wird oder bei Holz- oder Waldarbeiten auftritt, inhaliert der Mensch den virushaltigen Staub. Nach zwei bis vier Wochen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen und Nierenbeschwerden bis hin zu einem Nierenversagen. Generell raten Experten dazu, den Kontakt mit Ausscheidungen von Nagetieren zu vermeiden. Das sei auch beim Entrümpeln von Kellerräumen und Dachboden wichtig. Bei Aufräumarbeiten sollte zu einer Atemschutzmaske und Handschuhe gegriffen werden. vin

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