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Schaumburger erschüttert

Terror in Paris Schaumburger erschüttert

Lokale Politiker, Würdenträger und Bürger zeigen sich ob der Terrorakte in Paris bestürzt. „Ich bin entsetzt, dass nach den Anschlägen auf die Zeitschrift Charlie Hebdo schon wieder Frankreich betroffen ist“, sagte etwa Landesbischof Karl-Hinrich Manzke.

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Landkreis (js,ssr). „Ich bin entsetzt, dass nach den Anschlägen auf die Zeitschrift Charlie Hebdo schon wieder Frankreich betroffen ist“, sagte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke am Sonnabend in Bückeburg am Rande der Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. „Diesem Versuch, einen Kampf der Kulturen vom Zaun zu brechen, müssen wir mit allen Kräften widerstehen.“ Mitgefühl und Solidarität müssten jetzt dem französischen Volk gelten, so Manzke am Sonnabend in Bückeburg am Rande der Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe weiter.
„Tief erschüttert“ zeigte sich der Europaabgeordnete Burkhard Balz aus Stadthagen. „Das sind nicht nur terroristische Akte in Paris, sondern hier wird die Freiheit von uns allen angegriffen.“ Die Wertegemeinschaft der Völker müsse jetzt entschieden gegen den so genannten Islamischen Staat vorgehen.
Rainer Brombach, Bürgermeister der Stadt Bückeburg, die einer Partnerschaft mit der französischen Stadt Sablé unterhält, rät dazu, „sich gegenseitig zu stützen“, auch wenn es wohl kein „richtiges Mittel gegen diese Menschen, nein, eigentlich sind es Bestien, gibt“. Die Anschläge seien deswegen so entsetzlich, weil man sie nicht vorher sehen könne. „Der Staat ist hilflos und kann nur reagieren. Wie die Attentäter mit sich und den Opfern umgehen, ist einfach unmenschlich“, so Brombach weiter.
Die Anschläge „machen mich furchtbar traurig“, bekannte Rainer Janetzko, Vorsitzender des Deutsch-Französischen Clubs Stadthagen. Die Vereinsmitglieder hätten sich Sorgen gemacht, ob auch ihre Freunde, die teilweise in Paris leben, betroffen sein könnten. Von daher habe es am Wochenende viele Telefonate gegeben.
Der Vehlener Ortsbürgermeister Werner Harder betonte während der Gedenkfeier am Volkstrauertag, dass es ihm schwer falle, „die passenden Worte zu finden“. Denn angesichts der mehr als 120 Menschen, die in Paris „von feigen Terroristen getötet“ worden seien, habe man „hautnah erfahren müssen“, was Krieg, Gewalt und Terror bedeuten. „Wir werden uns nicht damit abfinden, dass es Menschen gibt, die so voller Hass und Menschenverachtung Krieg führen“, betonte er.
Stefan Hagenberg, Seelsorger am Katholischen Militär-Pfarramt Bückeburg, erklärte während der Gedenkfeier zum Volkstrauertag, dass die blutigen Anschläge in Paris zeigten, dass die verwickelten Konflikte des Nahen und Mittleren Ostens inzwischen nicht mehr weit weg seien, sondern uns alle direkt betreffen. „Nie wieder Krieg – und doch scheinen wir mitten drin zu sein.“ Hagenberg warnte davor, als Reaktion auf die Terroranschläge mit unnachgiebiger Härte zurückzuschlagen. „Gegengewalt führt nur noch zu mehr Gewalt, die Spirale dreht sich weiter.“ Ein totaler Gewaltverzicht sei indes auch nicht anzuraten, sehr wohl aber eine besonnene Reaktion nach nüchterner Betrachtung der Lage.
Ähnlich sieht es Pierre Castagnet, ein gebürtiger Franzose, der in Stadthagen lebt: „Jetzt ist der richtige Moment, um demokratisch zu denken und nicht mit Gewalt zu antworten.“ Außerdem warnte er vor Verallgemeinerungen – man solle zwischen Fanatikern und der islamischen Religion trennen. „Wir sind auf den richtigen Weg und sollten ihn beibehalten.“

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