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Schaumburgs digitaler Geschichtsatlas ist fertig

Landkreis / Projekt Spurensuche Schaumburgs digitaler Geschichtsatlas ist fertig

Das Projekt Spurensuche der Schaumburger Landschaft hat die virtuelle Welt und die Schaumburger Lokalgeschichte zu einem Portal zusammengeführt, das per Mausklick Informationen zu 1636 Denkmälern und anderen Kulturgütern bereitstellt.

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Einzelne geschichtlich bedeutsame Objekte können im Geoportal aufgerufen werden.

Quelle: gus

Von Guido Scholl

Landkreis. Auf www.schaumburgerlandschaft.de/spurensuche gibt es jetzt ein Geoportal, das die Standorte und Erklärungen zu geschichtlich aussagekräftigen Punkten enthält.

Damit geht die Gruppe der ehrenamtlichen Mitarbeiter – davon gibt es insgesamt mehr als 100 – einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Ziel, die Geschichte des Schaumburger Landes besser erlebbar zu machen. Angefangen hatte der Arbeitskreis vor 14 Jahren damit, gezielt kleinere Kulturgüter zu erfassen, um das Verschwinden solcher teils verborgener Schätze zu stoppen.

Zuletzt nutzten die „Spurensucher“ Geld aus dem Leader-Programm, um ein modernes Kartierungssystem zu erschaffen. Am Freitag wurde die Geodatenbank vorgestellt.
Federführend war dabei der Horster Bernd Zimmermann, der über die nötigen technischen Kenntnisse verfügt. Entstanden ist ein digitaler Geschichts-Atlas, der innerhalb unterschiedlicher Arten von Landkarten den virtuellen Zugang zu historisch wichtigen Kulturgütern gewährt. In zehn Rubriken und weiteren Unterrubriken können Interessierte auf der Internetseite gezielt ihre eigene Spurensuche unternehmen.

Wer beispielsweise in der Rubrik Wasserwirtschaft stöbert, findet Mühlen, ehemalige Waschstellen und andere Objekte aufgeführt. Kurze Texte und Fotos geben grundlegende Informationen. Dasselbe können Hobbyhistoriker und solche, die es werden wollen, mit Grenzpunkten, Bergbaurelikten, Landwirtschaftlichen Gebäuden, Parks und anderen Aspekten tun.
Wer ein Steckenpferd hat, kann sich eine Route zusammenstellen und das eigene Lieblingsthema beispielsweise zu einem Tagespensum kombinieren. Auch örtliche Aspekte können in dieser Weise genutzt werden.

Die umfassenden Funktionen des Portals und die einfache Bedienbarkeit sowie die Verfügbarkeit anderer Projektarbeiten – beispielsweise die 40 Ortsspaziergänge und zwölf zugehörigen Poster, die Karl-Heinz Oelkers betreut hat – machen aus der Internetseite das virtuelle Zentrum Schaumburger Lokalgeschichte. Da passt es nur zu gut, dass die Seite auf einem Server des Landkreises läuft.

Dass die Arbeit nicht aufhört, machte beim Pressetermin im Kreishaus Beate Barenthin deutlich. Zum einen sind die meisten Schlösser und Burgen der Umgebung noch gar nicht im Geoportal erfasst. Weitere Ziele seien die Ausarbeitung von Thementouren speziell für Touristen und Routen, die sich für Gehbehinderte eignen – möglicherweise kombiniert mit ÖPNV-Angeboten. Zimmermann hat zudem die Smartphone- und Tablet-PC-Welt im Blick. Eine App für Handys und Pads könnte es bald geben, wenn sich dafür Geldgeber finden.

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