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„Schon in acht bis zehn Jahren sieht vieles ganz anders aus“

Landkreis / Kreissportbund „Schon in acht bis zehn Jahren sieht vieles ganz anders aus“

Der Wandel hat Fahrt aufgenommen. Davon bleibt auch der Sport nicht verschont. Es gibt Entwicklungen, auf die reagiert werden muss. Der Vorstand des Kreissportbundes Schaumburg (KSB) hat sich bei einem Workshop im Forsthaus Halt mit dem Thema befasst.

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Hier wird nicht gekegelt, sondern über das Netzwerk des Sports gesprochen. Thomas Lellmann, ein erfahrener Sportmanager und Organisator, schult den Vorstand des Kreissportbunds. Rechts im Bild der KSB-Vorsitzende Dieter Fischer. © sig

Landkreis (sig). „Schon in acht bis zehn Jahren sieht vieles ganz anders aus als heute, und darauf sollte man vorbereitet sein“, äußerte sich der Managementexperte Thomas Lellmann aus Garbsen beim Eingangsgespräch.

Der KSB müsse Ideen und Konzepte entwickeln, um auch in den kommenden Jahren die Lebens- und Arbeitsfähigkeit seiner Vereine zu erhalten, lautete die Forderung des Sportmanagers.

Die im Rahmen des Sportentwicklungsplans für das Schaumburger Land durch Professor Horst Hübner von der Uni Wuppertal geführten Untersuchungen haben gezeigt, dass künftig mehr Bedarf an kleineren Sportanlagen besteht als an großen mehrfach zu nutzenden Sporthallen.

Das bedeutet zugleich aber auch, dass die Vereine angesichts zurückgehender Mitgliederzahlen ihre Angebote straffen müssen. Es gilt, die sich lohnenden Sportpotenziale und die sich anbahnenden Trends rechtzeitig zu erkennen. Auf der einen Seite heißt das, sich verstärkt am Bedarf orientieren zu müssen. Das schließt andererseits nicht aus, dass sich durch gezielte Anreize auch eine größere Nachfrage erzeugen lässt.

Der Kreissportbund ist gefordert, die Führungskräfte der Vereine für diese Aufgaben zu sensibilisieren und diese dabei zu begleiten. Künftig heißt das, personelle und finanzielle Investitionen nur dort vorzunehmen, wo sie sinnvoll sind und das Sportangebot längerfristig bereichern. Zu den ungezählten neuen Trendsportarten gehören zum Beispiel Nordic Walking, das gezielte Fitnesstraining Pilates und Bossaball, eine Kombination von Volleyball, Fußball und Gymnastik.

Lellmann: „Tatsache ist, dass sich die Menschen zunehmend einer bewegungsaktiven Lebensweise zuwenden.“ Der sogenannte Freizeitsport müsse sich aber nicht in informellen Gruppen abspielen, sondern finde seinen Platz auch in den Sportvereinen. Und natürlich müsse das Angebot für den Seniorenbereich ausgeweitet werden, denn die Menschen werden älter und möchten trotzdem fit bleiben.

Nach diesem Workshop zeichnet sich ab, dass sich auch der Kreissortbund neue Strukturen geben wird, in denen die Pflege externer Verbindungen und Kooperationen eine wichtige Rolle spielen dürfte.

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