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Schülergruppe siegt beim Gründerpreis

Auf Kreisebene Schülergruppe siegt beim Gründerpreis

Elektroautos sind leise, Fußgänger reagieren aber oft nach Gehör. Unfälle sind vorprogrammiert, wenn sich die E-Mobile immer mehr durchsetzen. Die Schülergruppe „Lion Spound“ des Beruflichen Gymnasiums Rinteln schlägt beim deutschen Gründerpreis mehrere Fliegen mit einer Klappe: „Fetter Sound für leise Autos, da macht das Fahren wieder Spaß“. Und andere Verkehrsteilnehmer sind gewarnt.

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Die erfolgreichsten Teilmehmer Schaumburgs am Deutschen Gründerpreis 2015 mit Jörg Nitsche (Sparkasse, links) und den Klassenehrern Stephanie Overberg (vorne, von rechts) und Stefan Siekmann. Das Siegerteam steht vorn, dahinter die Zweit- und Drittplatzierten.

Quelle: dil

Rinteln. Über 1000 Euro Verkaufspreis für ein Soundsystem, 32 Monate bis zur Gewinnschwelle, aggressives Marketing mit dem Löwen im Logo, das soll die Konkurrenz einschüchtern. Die Juroren beim Deutschen Gründerpreis hat das beeindruckt. Der Lohn: 400 Euro von der Sparkasse.
„Sehr gute 3864 Punkte reichten auf Landesebene zu Platz sechs, und auf Bundesebene sprang der 47. Platz heraus“, erklärte Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg bei der Siegerehrung in der Kreishandelslehranstalt (KHL). Marieke Hamschmidt, Lea Fiona Warnecke, Hannes Grimm und Lasse Reinold sind damit nicht nur das beste von zehn teilnehmenden Teams der Schule, sondern auch Schaumburgs, denn seit zehn Jahren organisiert die Sparkasse den Kreiswettbewerb nur mit der KHL.
Seit Januar lief die aktuelle Spielrunde des Deutschen Gründerpreises, ein Existenz-Gründerplanspiel für Schüler ab 16 Jahren. Im zwölften Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums ist eine Projektarbeit Pflicht, alle Schüler machten deshalb beim Angebot der Sparkasse mit. Für die Schulnote ist das Ergebnis auch relevant. Vier bis fünf Schüler pro Gruppe, 40 bis 50 Stunden Unterricht und noch mal so viel Freizeit setzten die Teilnehmer ein. Und alle stellten abschließend fest: „Man sollte sich die Teammitglieder gut aussuchen.“
Von Krisen sprachen ausgerechnet die Sieger, aber keine Gruppe hat aufgeben. Und alle betonten, es habe ihnen viel gebracht. Die Präsentationen waren viel selbstbewusster als bei der Startveranstaltung.
Innerhalb von 16 Wochen reifte das Geschäftskonzept, welches mit den Klassenlehrern Stephanie Overberg und Stefan Siekmann sowie einem Vertreter der heimischen Wirtschaft als Fachcoach verfeinert wurde.
Auf Platz zwei (Niedersachsen 21., Bundesebene 101.) kam das Team „Smart Access“ mit 3600 Punkten, das einen Haustür-Transponderschlüssel entwickelte, der die Tür beim Annähern automatisch öffnet. Zur Sicherheit hat er einen Fingerabdruckscanner. Mehr Komfort, wenn man die Hände voll hat oder im Dunkeln das Schlüsselloch nicht findet. Die Sparkasse gab hierfür 250 Euro.
Den dritten Platz (Land 38., Bund 180.) sicherte sich die Gruppe „SBS Safety Bycicle Drive“, die einen analogen Blinker für Fahrräder anbieten möchte. Ein Knopfdruck am Lenker reicht, der Akku-gespeiste Blinker warnt den Verkehr vor dem Abbiegen des Radlers. Die Hände bleiben am Lenker. Prämie hierfür: 100 Euro.
Ein kleines Manko entdeckte Nitsche bei den Personalkosten. Manche Gruppen genehmigten sich nur 1000 Euro pro Person im Monat – als Geschäftsführer und Marketingleiter. Nitsche: „Dafür wollen sie doch wohl nicht arbeiten, oder?“

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