Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Schulsozialarbeiter müssen in Landestarif wechseln

360 Euro weniger Gehalt Schulsozialarbeiter müssen in Landestarif wechseln

Sieben Sozialarbeiterstellen an Schaumburgs Oberschulen und IGS gehen zum 1. Januar 2017 von der Verantwortlichkeit des Landkreises in die des Landes über. Eigentlich ein Grund zur Freude, wechseln die Betroffenen damit doch von einer immer wieder befristeten in eine unbefristete Stelle. Aber erstens gibt es weniger Geld – und zweitens könnte sich eine Konkurrenzsituation zu besser bezahlten Jobs beim Landkreis ergeben.

Voriger Artikel
Bündnis gegen Depression geplant
Nächster Artikel
Verkehrsmeldungen für Dienstag, 4. Oktober

Landkreis. Das Thema hat jetzt für eine lange Debatte im Schulausschuss gesorgt. Zwar ist es der Kreisverwaltung offenbar gelungen, das Schlimmste abzuwenden. Das Land Niedersachsen wird beim Landkreis geleistete Berufsjahre laut Schuldezernentin Katharina Augath anerkennen. Gerüchten zufolge hatte das infrage gestanden, was mitunter Gehaltseinbußen von einem Drittel bedeutet hätte.
Herwig Henke sagte für die SPD, zehn Prozent weniger seien „für den einen oder anderen nach 15 Berufsjahren sicherlich immer noch ein Schluck aus der Pulle“. Er sah sich aber mit Abgeordneten von CDU und WIR auf einer Linie, die sich einig waren, dass die unbefristete Natur der Beschäftigung einen Nachteil von bis zu 360 Euro brutto ausgleicht.
Im März hatte das Land entschieden, die Schulsozialarbeit in seine Verantwortung zu übernehmen. Problem für die Beschäftigten ist, dass der Tarifvertrag des Landes eine geringere Vergütung vorsieht als die Verträge von Bund und Kommunen.
Noch mehr Gerede ums Geld gab es bezüglich eines Antrags der SPD, drei weitere Schulsozialarbeiter einzustellen. Die sollen nach Wunsch der Verwaltung im Bildungsbüro des Landkreises und nicht an einer bestimmten Schule arbeiten. Das Bildungsbüro soll allgemein den Übergang von Schülern in den Beruf erleichtern.
Die Ausschussmitglieder zeigten sich mit diesem Vorhaben einverstanden. Allerdings wollte Horst Sassenberg (CDU) von Augath wissen, ob diese neuen Stellen im Bildungsbüro nach den Standards des Landes oder denen des Landkreises bezahlt würden. Sassenberg befürchtete eine Konkurrenzsituation zwischen besser bezahlten Sozialarbeitern des Landkreises und schlechter bezahlten an den Schulen.
Augath antwortete ausweichend, man habe die Arbeit im Bildungsbüro „bereits bewertet“ und gedenke, sie „durchaus zu bewerten wie bisher“, da man im Bildungsbüro auf „qualifizierte Kräfte“ setze. Sassenberg schien mit seinem Verdacht ins Schwarze getroffen zu haben. Allerdings kam aus dem Ausschuss der Hinweis, eine solche Konkurrenzsituation sei nichts Neues. Bereits jetzt gebe es an Schaumburger Schulen – als Beispiel wurde ein Stadthäger Gymnasium genannt – Sozialarbeiter, die beim Land angestellt seien und somit schlechter bezahlt würden als andere. Die entsprechenden Vorlagen empfahl der Ausschuss einstimmig zur Beschlussfassung.

jcp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg