Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Schulsozialarbeiter müssen in Landestarif wechseln
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Schulsozialarbeiter müssen in Landestarif wechseln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 06.10.2016
Anzeige
Landkreis

Das Thema hat jetzt für eine lange Debatte im Schulausschuss gesorgt. Zwar ist es der Kreisverwaltung offenbar gelungen, das Schlimmste abzuwenden. Das Land Niedersachsen wird beim Landkreis geleistete Berufsjahre laut Schuldezernentin Katharina Augath anerkennen. Gerüchten zufolge hatte das infrage gestanden, was mitunter Gehaltseinbußen von einem Drittel bedeutet hätte.
Herwig Henke sagte für die SPD, zehn Prozent weniger seien „für den einen oder anderen nach 15 Berufsjahren sicherlich immer noch ein Schluck aus der Pulle“. Er sah sich aber mit Abgeordneten von CDU und WIR auf einer Linie, die sich einig waren, dass die unbefristete Natur der Beschäftigung einen Nachteil von bis zu 360 Euro brutto ausgleicht.
Im März hatte das Land entschieden, die Schulsozialarbeit in seine Verantwortung zu übernehmen. Problem für die Beschäftigten ist, dass der Tarifvertrag des Landes eine geringere Vergütung vorsieht als die Verträge von Bund und Kommunen.
Noch mehr Gerede ums Geld gab es bezüglich eines Antrags der SPD, drei weitere Schulsozialarbeiter einzustellen. Die sollen nach Wunsch der Verwaltung im Bildungsbüro des Landkreises und nicht an einer bestimmten Schule arbeiten. Das Bildungsbüro soll allgemein den Übergang von Schülern in den Beruf erleichtern.
Die Ausschussmitglieder zeigten sich mit diesem Vorhaben einverstanden. Allerdings wollte Horst Sassenberg (CDU) von Augath wissen, ob diese neuen Stellen im Bildungsbüro nach den Standards des Landes oder denen des Landkreises bezahlt würden. Sassenberg befürchtete eine Konkurrenzsituation zwischen besser bezahlten Sozialarbeitern des Landkreises und schlechter bezahlten an den Schulen.
Augath antwortete ausweichend, man habe die Arbeit im Bildungsbüro „bereits bewertet“ und gedenke, sie „durchaus zu bewerten wie bisher“, da man im Bildungsbüro auf „qualifizierte Kräfte“ setze. Sassenberg schien mit seinem Verdacht ins Schwarze getroffen zu haben. Allerdings kam aus dem Ausschuss der Hinweis, eine solche Konkurrenzsituation sei nichts Neues. Bereits jetzt gebe es an Schaumburger Schulen – als Beispiel wurde ein Stadthäger Gymnasium genannt – Sozialarbeiter, die beim Land angestellt seien und somit schlechter bezahlt würden als andere. Die entsprechenden Vorlagen empfahl der Ausschuss einstimmig zur Beschlussfassung.

jcp

Anzeige