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Schulwegtraining auf dem Stundenplan

Landkreis / Kampagne Schulwegtraining auf dem Stundenplan

Die Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg hat angekündigt, pünktlich zum Einschulungstermin am Sonnabend, 20. August, unter dem Motto „Vor dem Abc: Schulweg üben!“ die Schulwegkontrollen zu intensivieren.

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Sofia (6) erkundet mit ihrem Vater Niko Pantsos den zukünftigen Schulweg. © rg

Landkreis (jpw/r). 2010 seien in Niedersachsen 3156 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt und 18 getötet worden. „Etwa ein Drittel fuhr in einem Auto mit“, sagte Polizei-Pressesprecherin Gabriel Mielke. Im Landkreis Schaumburg seien bei 50 Unfällen mit Kindern auch zwei Tote zu beklagen gewesen.

An vielen Schulen werden Auftaktkampagnen veranstaltet. Die Erstklässler sollen zu Fuß auf den laut Schulwegeplanung empfohlenen Wegen von Eltern, Lehrkräften und Polizei zur Schule begleitet werden. Zudem steht das Schulwegtraining auf dem Stundenplan.

Mit den markierten gelben Fußstapfen auf den Gehwegen entlang der Schulwege haben die Kinder einen Hinweis auf geeignete Querungsstellen. Mielke: „Sie sollen daran erinnern, stehen zu bleiben und zu schauen, ob die Fahrbahn frei ist.“

„Kleine Füße – sicherer Schulweg“ nennen die Verkehrssicherheitsexperten der Polizei ihren Flyer zum Thema. „Ob zu Fuß, per Bus oder Auto – bringen Sie Ihrem Kind rechtzeitig vor Schulbeginn die wichtigsten Verhaltensregeln bei“, heißt es. So könne es schon bald selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen. Die Eltern werden gebeten, sich bei der jeweiligen Schule oder im Internet unter www.schulwegeplaner.de über den Schulwegeplan mit den geeigneten Routen zu erkundigen. Dieser helfe bei der Auswahl des sichersten Schulweges.

Mielke unterstrich, dass Kinder im Grundschulalter Geschwindigkeiten nur begrenzt einschätzen könnten und noch kein vorausschauendes Gefahrenbewusstein entwickelt hätten. Deshalb sei stets mit Fehlverhalten zu rechnen. Nur mit hoher Aufmerksamkeit und verringerten Geschwindigkeiten könnten Autofahrer unbesonnenem Handeln von Kindern begegnen.

Der Appell der Polizei richtet sich deshalb besonders an die Eltern und anderen Verkehrsteilnehmer, ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen. Mit einem in verschiedenen Sprachen entwickelten Elternbrief wird auf die Themen „Kindersicherung im Auto“, „Geschwindigkeitsverhalten im Bereich von Schulwegen“ und „Parken vor und an der Schule“ hingewiesen.

Die Polizei stelle immer wieder fest, sagte Mielke, dass Kinder im Auto falsch oder gar nicht angeschnallt seien – oder während der Fahrt ihren Ranzen auf dem Rücken haben. Halte- oder Parkverbote vor Schulen dienten nicht als reservierte Parkplätze der Eltern, während sie auf ihre Kinder warteten. Vielmehr solle mit diesen Flächen sichergestellt werden, dass die Schulkinder gut gesehen würden.

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