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Schwimmmeister und Assistenten sind rar

Interesse an Ausbildung nimmt ab Schwimmmeister und Assistenten sind rar

Der Mangel an Fachkräften beschäftigt in Schaumburg nicht nur das Handwerk. Pünktlich zur Freibadsaison wird auch in den Badeanstalten wieder ein Mangel an Personal deutlich. „Es fehlen Schwimmmeister und Assistenten“, sagt Tropicana-Geschäftsführer Jens Schmücking.

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Schwimmmeister sind in Freibädern für die Sicherheit ihrer Badegäste zuständig. Wenn es aus luftigen Höhen ins Wasser geht, muss das koordiniert werden.

Quelle: mak

Landkreis. Vier Mitarbeiter sind in der Sommersaison für die Sicherheit der Badegäste im Freibad Rodenberg und im Mineralbad Lauenau verantwortlich. Unter ihnen Daniel Hartmann, seit 2016 ausgelernter Schwimmmeister. „Im Moment müssen wir mit den Kapazitäten auskommen, die wir haben“, sagt Hartmann. Das ist vor allem dann schwierig, wenn Kollegen krank werden. Urlaub nehmen darf keiner in der Saison. „Wir könnten durchaus Verstärkung gebrauchen, ob das möglich ist, wird grade in der Gemeinde diskutiert“. Nachwuchs selbst ausbilden darf Hartmann nicht. „Dazu bräuchten wir ein Hallenbad, damit wir die Auszubildenden auch im Winter beschäftigen können“, erklärt der Schwimmmeister.

„Unsere Aufsichtspflicht ist sichergestellt“, sagt Wolfgang Hein, Vorsitzender der Genossenschaft Sonnenbrinkbad Obernkirchen eG. Dennoch könne er „ein Lied davon singen“, dass Fachkräfte im Bäderbereich Mangelware sind. Das zeigt sich nach Worten von Hein nicht nur im Kreis, sondern bundesweit. Der Grund: Es gibt zuwenig Interessenten für die Ausbildung. „Das ist ein Riesenmissstand.“
Aktuell sind beim Sonnenbrinkbad drei feste Kräfte und mehrere Teilzeitkräfte beschäftigt. Ebenso wie die Rodenberger Freibäder ist das Sonnenbrinkbad auf ausgelernte Fachkräfte angewiesen. „Wenn wir Fachkräfte finden, dann klatschen wir in die Hände“, so Hein.

Nicht nur am Beckenrand stehen

Das abnehmende Interesse an einer Ausbildung zum Schwimmmeister nimmt auch Reiner Wilharm, Geschäftsführer der Bückeburger Bäderbetriebe, wahr: „Das ist sehr schade.“ Der Grund dafür liegt Wilharm zufolge in den Vorurteilen, die manche Leute gegenüber der dreijährigen Ausbildung haben. „Unsere Auszubildenden stehen ja nicht nur am Beckenrand rum, die Ausbildung ist sehr vielseitig“, betont der Geschäftsführer.

Aktuell beschäftigen die Bäderbetriebe drei Azubis, einen für jedes Lehrjahr. „Bislang hatten wir keine Probleme, neue Auszubildende zu finden, aber einen Überschuss gibt es nicht“, so Wilharm. Um einem immer mehr abebbenden Interesse vorzubeugen, halten die Bäberbetriebe regelmäßigen Kontakt zu den Schulen, bieten Praktika an. „Und allen Interessenten stehen unsere Mitarbeiter natürlich für Gespräche bereit.“ mak

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