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Hilfe für möglichst viel Selbstständigkeit

Senioren- und Pflegestützpunkt führt mehr als 5000 Beratungsgespräche jährlich Hilfe für möglichst viel Selbstständigkeit

Mittlerweile mehr als 5000 Beratungsgespräche jährlich leistet der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Schaumburg. Vor fünf Jahren war dieser als landesweit erstes Pilotprojekt seiner Art in Gang geschoben worden.

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Pflegestützpunkt-Beraterin Claudia Kuhlmann gibt einem Ratsuchenden Hinweise. 

Quelle: rg

Landkreis. Der Stützpunkt mit seinen sieben Mitarbeitern hat seinen Hauptsitz in Stadthagen (Breslauer Straße 2-4) und verfügt über Außenstellen in Bad Nenndorf und Rinteln. Er versteht sich nach den Worten seiner Leiterin Claudia Kuhlmann „als zentrale und neutrale Beratungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie für deren Angehörige“. Die Dienstleistung ist kostenlos, Gespräche werden vertraulich behandelt.
Ein Kernanliegen des Stützpunktes ist es nach Darstellung des sozialpädagogischen Leiters Stefan Follmann, dazu beizutragen, „dass ältere Menschen so lange es geht in den eigenen vier Wänden leben können, wenn sie es wünschen“.

Hausbesuche notwendig

Dafür seien Hausbesuche wichtig, „um den Bedarf der Unterstützung in Augenschein zu nehmen“. Dann gelte es, die Palette individuell geeigneter Pflegeleistungen aufzuzeigen. „Das tun wir neutral“, betont Kuhlmann, „wir legen Listen mit Anbietern vor, die Entscheidung fällt der Betroffene selber.“ Ohnehin legten die Mitarbeiter großen Wert darauf, „den Ratsuchenden nichts über zu stülpen“.
Zu den am meisten gestellten Fragen, mit denen sich die Mitarbeiter des Stützpunktes konfrontiert sehen, gehört laut Follmann das Problem: „Was tue ich, wenn nach einem plötzlichen Krankenhausaufenthalt zwischenzeitlich oder langfristig der Pflegefall eintritt?“ Hier gelte es, rasch und umfassend Orientierung zu geben und ein Hilfsnetzwerk aufzubauen.
Einen weiteren Schwerpunkt stellen nach den Worten Kuhlmanns Anfragen dar, die sich auf Leistungen der Pflegeversicherung beziehen. Dazu gehöre auch das Problem, ob jemand in der Pflegestufe ist, auf die er einen Anspruch hat. Schwierigkeiten mit der Krankenkasse oder Ansprüche auf Sozialhilfe seien ebenso Themen, die oft in der Beratung auftauchen.

Kooperation mit Wohnbau

Immer wichtiger werde die in Kooperation mit der Kreiswohnbau angebotene Wohnberatung. „Hier geht es um Ratschläge, wie eine Wohnung auf individuelle Bedürfnisse bezogen seniorengerechter umgebaut und eingerichtet werden kann“, schildert Kuhlmann.
Der Stützpunkt hat im Laufe der Jahre mehrere ehrenamtliche Unterstützungsangebote aufgebaut. Dazu gehören beispielsweise die ehrenamtlichen Seniorenbegleiter. Diese werden eigens in Kursen geschult. Sie sollen vor allem der Vereinsamung älterer Menschen entgegenwirken, wenn sie mit ihnen etwa Kaffee trinken, spazieren gehen, oder Gesellschaftsspiele spielen. Bei der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe geht es vor allem um die Verrichtung kleinerer handwerklicher Tätigkeiten in Wohnungen von Senioren, wie etwa das Austauschen einer Glühbirne oder das Reparieren eines Türgriffs.

Das zentrale Beratungstelefon des Stützpunktes: (0 57 21) 70 37 89.

ssr

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