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Warn-App für den Landkreis Sicherheit und Service

Seit dem Amoklauf in München im September ist viel über Warn-Systeme, die Gefahrenmeldungen auf Smartphones schicken, diskutiert worden. Auch im Landkreis Schaumburg wird seit Langem über die Anschaffung eines solchen Betriebssystems debattiert. 2017 könnte es soweit sein.

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Eine Kette von Schicksalsschlägen

LANDKREIS. Bereits im Mai hat sich der Ausschuss für Rettungswagen- und Katastrophenschutz des Landkreises über das bereits in Hannover oder auch Lippe eingeführte System KATWARN informiert. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Mitbewerber mit seinem Produkt BIWAPP vorgestellt. Das Gremium will nun beide Anbieter vergleichen, bevor es eine Entscheidung trifft.

Verwaltung und Politik seien sich einig, dass die Investition für den Landkreis wichtig sei, erklärt Ausschussvorsitzender Heiko Tadge (CDU). Er wolle einer Entscheidung nicht vorgreifen, aber es gebe sowohl inhaltliche Unterschiede, als auch bezüglich des Datenschutzes. Ein Faktor sind auch die Kosten: So beträgt der Anschaffungspreis für KATWARN 15000 Euro, die jährlichen Betriebskosten liegen bei 3000 Euro. Um die Hälfte günstiger ist der Mitbewerber. Der Landkreis müsste für die Software 8000 Euro bezahlen, die Betriebsgebühr liegt bei 2200 Euro.

Von Amokläufen, über Unwetter bis zu Schulausfällen

Tatge betont aber auch, dass die Kostenfrage nur ein Faktor von mehreren sei, die der Ausschuss zu bewerten habe: „Wir müssen unsere Anforderungen definieren und schauen, ob wir diese auch mit dem günstigeren Angebot alle erfüllen können.“

Bei Amokläufen, Bombendrohungen oder Großbränden können Warnmeldungen in den Umlauf gebracht werden. Aber die Systeme können noch viel mehr als das: das Gesundheitsamt könnte über Trinkwasserverunreinigung informieren, Schulen über Schulausfälle, Verkehrsbehörden über Unfälle oder Baustellen, die zu Umleitungen führen. Es liegt in der Verantwortung des Landkreises, zu entscheiden, wer Nachrichten über das System verschicken kann. Beide Apps sind mit dem Deutschen Wetterdienst verbunden, sodass Unwetterwarnungen ebenfalls auf dem Smartphone landen.

Die lange Zeitspanne zwischen beiden Vorstellungen begründet Ausschussvorsitzender mit der schwierigen Terminplanung mit der Firma, die BIWAPP vermarktet. Dies hat zur Folge, dass die Hälfte der Ausschussmitglieder, die dem Gremium nach der Kommunalwahl neu angehören, die Vorstellung des Konkurrenten verpasst haben. Umso wichtiger sei die von der Verwaltung zu erarbeitende Gegenüberstellung des Leistungskatalogs. col

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