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Siga im Aufwind

Generalversammlung Siga im Aufwind

Bei der ersten Generalversammlung der vom Verein in eine Genossenschaft umgewandelten Schaumburger Inititiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga) hat der Vorsitzende Joachim Peters eindrucksvolle Geschäftszahlen vorgelegt.

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Aufsichtsratsvorsitzender Michael Joop (rechts) bescheinigt dem Siga-Vorstand eine einwandfreie Geschäftsführung im abgelaufenen Jahr.

Quelle: ber

Landkreis (ber). Umsatzerlösen in Höhe von rund 902 000 Euro stehen Aufwendungen von etwa 866 000 Euro gegenüber. Vor allem der Dienstleistungsvertrag mit der Agentur für Arbeit, aber auch die Erlöse aus den Sozialkaufhäusern, der „Brauchbar“, dem „Flair“ oder der „Galerie Vielfalt“ trugen zum Umsatz bei.
Der Jahresüberschuss in Höhe von rund 34 000 Euro soll als „Kapitalpuffer für schlechte Zeiten“ in die Rücklagen der Siga fließen, wie Aufsichtsratsvorsitzender Michael Joop erklärte. Die Genossen stimmten dem Vorschlag einhellig zu. Insgesamt betrug das Eigenkapital am Ende des Geschäftsjahres 2014 rund 160 000 Euro.
Summen dieser Größenordnung seien auch ein Grund für die Umwandlung vom Verein zur Genossenschaft gewesen, betonte der stellvertretende Vorsitzende Michael Fuchs. „Wir sind mittlerweile ein relativ großes Schiff geworden. Daher wollten wir die Siga gesellschaftlich breiter aufstellen. Als Genossenschaft werden wir qualifizierter kontrolliert.“ Vor diesem Hintergrund bedankte sich Peters bei der Volksbank für die Hilfe bei der Umwandlung, „ohne die wir uns im Genossenschaftsdschungel verirrt hätten“.
Der Vorsitzende betonte jedoch, dass das eigentliche Kapital der Siga nicht der Betrag auf dem Konto sei, sondern „unsere Mitarbeiter. Wir können mit stolz sagen, dass wir 90 Prozent unserer Mitarbeiter aus Teilnehmern unserer Maßnahmen rekrutiert haben. Was wir mit diesen Menschen für ein Ergebnis erzielt haben, ist aller Ehren wert.“ Denn, so betonte Peters, als Integrationsbetrieb seien mindestens 40 Prozent der festangestellten Mitarbeiter der Siga Menschen mit schwerer behinderung.
Im laufenden Geschäftsjahr werde sich der Gewinn der Siga wahrscheinlich halbieren, prognostizierte Peters. Grund dafür seien gestiegene Personalkosten durch das Ende des Projekts Bürgerarbeit. „Wir haben mit 16 Arbeitsplätzen die meisten Bürgerarbeiter beschäftigt. Nach dem Ende des Projekts sind diese Menschen wieder in die Langzeitarbeitslosigkeit zurückgefallen. Deshalb haben wir vier dieser Mitarbeiter als Festangestellte übernommen.“
Die Mitgliederzahl der Siga hat sich durch die Umwandlung in eine Genossenschaft übrigens erhöht: Waren es Ende des Jahres noch 164 Mitglieder, sind es bis heute 233 Privatpersonen, Städte und Gemeinden, Firmen und Kirchengemeinden, die der Siga angehören.

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