Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Sinn von Rad- und Gehwegen auf dem Prüfstand

Radler sollen auf die Fahrbahn Sinn von Rad- und Gehwegen auf dem Prüfstand

In Zukunft könnten innerhalb von Ortschaften Radfahrer eher auf die Fahrbahn als auf einen kombinierten Rad- und Gehweg geführt werden. Das ist mit Blick auf die Kreisstraßen in der Sitzung des Bauausschusses des Kreistags am Montag deutlich geworden.

Voriger Artikel
Tierschutz: Landkreis sperrt Straßen
Nächster Artikel
Naturschutzbund will Ehrenamtliche entlasten
Quelle: dpa

Landkreis (ssr). Nach Ausführung von Bernd Hugo, Leiter des Tiefbauamtes des Landkreises, stellen dafür unter anderem veränderte Ansprüche von Radfahrern den Hintergrund dar. Vor allem schnelle Sportradler und Fahrer von Pedelecs und E-Bikes, aber auch andere Radfahrer, etwa solche, die zügig zur Arbeit fahren wollen, bevorzugten aufgrund ihres Tempos die Nutzung der Fahrbahn. Diesem Trend gebe der Gesetzgeber durch Anpassung der Straßenverkehrsordnung und der Vorschriften für den Straßenbau in letzter Zeit schrittweise nach.

Weiterhin hätten Auswertungen von Unfallstatistiken ergeben, dass innerorts „eine Führung des Radfahrers auf der Straße als grundsätzlich sicherer zu bewerten ist“. Denn „insbesondere in den Einmündungsbereichen von Seitenstraßen bestehen bei Rad- und Gehwegen erhebliche Unfallgefahren für Radfahrer“.

In der Tischvorlage der Verwaltung heißt es daher, „künftig dürfte die Variante mit Führung des Radfahrers auf der Straße mit gegebenenfalls etwas verbreitertem Straßenquerschnitt, soweit dies möglich ist, die sinnvollste Variante darstellen“.

Die Markierung eines Schutzstreifens für Radfahrer auf der Fahrbahn könne durchaus eine optimierte Möglichkeit darstellen. Diese komme allerdings nur dort in Frage, „wo im Straßenrandbereich nicht geparkt werden darf“, und dies sei innerorts „in den wenigsten Fällen gegeben“.

Hugo betonte, dass Kinder bis zu acht Jahren auch künftig auf dem Rad- oder Fußweg fahren müssen und dies bis zum Alter von zehn Jahren dürfen.

Einmütig empfahl der Bauausschuss, die Verwaltung mit Blick auf den Ausbau und die Unterhaltung von Kreisstraßen zu beauftragen, „künftig die Sinnhaftigkeit von Radwegen beziehungsweise kombinierten Rad- und Gehwegen innerhalb von Ortslagen sorgfältig zu prüfen und mit den jeweilig betroffenen Gemeinden abzustimmen“. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg