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Slalom im Rückwärtsgang

Landkreis / Verkehrssicherheitstraining Slalom im Rückwärtsgang

„Lenken, lenken, lenken“, ruft Ferdinand Vyskocil, Fahrlehrer aller Klassen, durch die geöffnete Seitenscheibe dem Autofahrer zu, der das Alter von 70 Jahren bereits um einige Jahre überschritten hat. „Nach links! – Jetzt nach rechts! Fahren, fahren, fahren.“ Aber da ist das orange-weiße Hütchen, Pylone genannt, schon vom Hinterreifen eingequetscht. Es ist nicht so einfach, rückwärts Slalom zu fahren, und das Hindernis ist gerade einmal 20 Zentimeter hoch.

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Verkehrssicherheitstrainer Ferdinand Vyskocil weist die Seniorin in die Parklücke aus Pylonen ein.

Quelle: bab

Landkreis. Vyskocil, Mitglied in der Kreisverkehrswacht Schaumburg, hat diese Übungen beim „Mobilitätstraining für Senioren“ aufgebaut, um den älteren Verkehrsteilnehmern ein Gefühl für die Orientierung an den Außenspiegeln zu vermitteln. „Die Senioren sind häufig in der Bewegung eingeschränkt und sollen lernen, sich nach den Spiegeln zu richten“, sagt der ehemalige Polizeibeamte.

 Auf dem stillgelegten Fabrikgelände an der Gubener Straße1 in Stadthagen sollen die Teilnehmer nicht nur Slalom und in Parklücken fahren, sondern auch einmal bei 50 Stundenkilometern eine Vollbremsung hinlegen. „Ich hatte eine Teilnehmerin, die traute sich das gar nicht“, erzählt Vyskocil. Dabei sei es wichtig, zu wissen, wie das eigene Auto sich verhalte und es damit kennen- und einschätzen zu lernen. Dann fühlten sich die Senioren auch sicherer.

 Die Gründe sind vielfältig, aus denen sich Vyskocils Schüler eingefunden haben. Ein 74-jähriger Stadthäger beispielsweise war durch eine lange Krankheit im wahrsten Sinne aus dem Verkehr gezogen und vermisst die Fahrpraxis. „Ich bin seitdem schon wieder gefahren, aber nur geradeaus“, gibt er zu.

 Eine andere Teilnehmerin, die noch ganz schnittig über die Teststrecke fährt, interessiert sich besonders für neue Verkehrsregeln und -bestimmungen. Auch das beinhaltet das Mobilitätstraining: einen Theorieteil. Wobei sich die Inhalte immer nach den Bedürfnissen der Gruppe richteten, sagt Vyskocil.

 So steht im Theorieteil des rund dreistündigen Trainings schon einmal wie am vergangenen Sonnabend das Radfahren im Mittelpunkt. Dabei erläutert Vyskocil auch die Eigenheiten von E-Bikes, Pedelecs und Segways und die Probleme vom Miteinander im auf Straßen und Wegen.

 „Mir geht es vor allem darum, die Sicherheit der Senioren zu erhöhen und deren Mobilität zu erhalten“, sagt Vyskocil. Deshalb ist die Teilnehmerzahl des kostenlosen Trainings der Verkehrswacht auf zehn begrenzt. So kann jeder mehrere Male die Übungen absolvieren. Das Training wird angeboten, sobald eine ausreichende Teilnehmerzahl vorliegt. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer (05724) 7562 möglich. bab

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