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So viele Unfälle und Drogenfahrten wie nie

Zehnjahreshoch in Polizeistatistik So viele Unfälle und Drogenfahrten wie nie

Die Verkehrsunfälle im Bereich des Polizeikommissariats Bückeburg haben im vergangenen Jahr ein neues Zehnjahreshoch erreicht.

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Pressesprecher Matthias Auer (von links), Kommissariatsleiter Werner Steding und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes Arno Hansing.

Quelle: rc

BÜCKEBURG/SCHAUMBURG. Zu insgesamt 1185 Unfällen mit 197 Verletzten wurden die Beamten 2016 gerufen. Zum Vergleich: 2015 waren es 1126 Unfälle mit 167 Verletzten. Auch die Zahl der Drogenfahrten stieg von 46 auf 70.

 Der Anstieg wird seitens des Kommissariats als „nicht dramatisch“ gewertet, da der Anstieg insbesondere auf Bagatellunfällen beruht, zu denen die Beamten immer häufiger gerufen werden. „Es wird mehr aufgenommen“, sagte der Leiter des Kommissariats, der 1. Polizeihauptkommissar Werner Steding, bei der Vorstellung des Verkehrsunfallgeschehens 2016. Die Polizei Bückeburg ist für die Städte Bückeburg und Obernkirchen sowie die Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt mit insgesamt gut 45000 Einwohnern zuständig.

 Bei drei Unfällen wurden – wie 2015 – drei Menschen getötet. Die Zahl der Schwerverletzten stieg von 25 auf 35. Zwar auch ein deutlicher Anstieg, wie der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Polizeihauptkommissar Arno Hansing, und Pressesprecher Matthias Auer, anmerkten. Darunter seien aber viele Menschen gewesen, die zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Jeder, der dort länger als einen Tag verbringen muss, gilt in der Statistik als schwer verletzt. Bei zwei der drei tödlichen Unfälle waren die sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmer betroffen: ein Radfahrer in Bückeburg und ein Fußgänger in Obernkirchen. Der dritte Unfall war ein tödlicher auf dem Unterwallweg in Bückeburg. Dort fuhr ein 25-Jähriger gegen einen Baum; ein Unfall, der nicht als Baumunfall gewertet wird, da der Baum nicht außerhalb einer geschlossenen Ortschaft steht. In der Risikogruppe „Junge Kraftfahrer“ gab es keinen Toten und wie im Vorjahr drei Schwerverletzte.

 Bei der Zahl der Unfallfluchten hofft die Polizei, dass die Spitze von 2015 mit 300 Fluchten (110 wurden aufgeklärt) überwunden ist. Denn 2016 wurden „nur noch“ 272 Fluchten (bei fast unveränderter Aufklärungsquote von 107 Fällen) registriert. Auch die Zahl der Unfallfluchten, bei denen Personenschäden zu beklagen sind, ging von 14 auf neun zurück.

 Gegenüber dem Vorjahr ist dagegen ein deutlicher Anstieg der Fahrten unter Alkohol- und Drogenbeeinflussung zu verzeichnen: 162 in 2016, 118 in 2015. 75 Fahrer waren 2016 unter Drogen unterwegs, 2015 waren es nur 46. Hansing bezeichnete die Zahl von 75 Drogenfahrten als „exorbitant hoch“, auch im Vergleich zu den Zahlen umliegender Kommissariate. Zurückzuführen ist der Anstieg zum einen darauf, dass die Beamten des Kommissariats „ein Hauptaugenmerk“ auf Trunkenheits- und Drogenfahrten legen, zum anderen war 2015 die Zahl der Drogenfahrten mit 45 relativ niedrig. Sie lag in den Vorjahren höher.

 

 Um einen Rückgang der Unfälle und eine bessere Aufklärungsquote zu erreichen, sprachen sich Steding und Hansing dafür aus, Autohersteller zum serienmäßigen Einbau von Freisprecheinrichtungen, automatischem Dauerlicht nach Anlassen des Motors und den Einbau einer „Blackbox“ aus. Steding: „Wir müssen schauen, was vom Gesetzgeber kommt.“ rc

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