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Sommer eine „dauernde Sonnenfinsternis“

Landkreis / Freibäder Sommer eine „dauernde Sonnenfinsternis“

Eigentlich ist es noch ein wenig früh, um Bilanz zu ziehen, aber ein Badesommer ist das nun wahrlich nicht. Die Bilanz der Freibäder in Schaumburg fällt nicht gut aus, die nächsten Wochen werden das – selbst bei einer durchgreifenden Wetteränderung – nur schwerlich herausreißen.

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Nach vielversprechendem Beginn – wie hier am und im Nichtschwimmerbecken in Obernkirchen – folgte für die Schaumburger Freibäder ein verregneter Sommer. © rg

Landkreis (jpw). „Nach den Sommerferien kommen eher nur noch die Unentwegten“, meint Betriebsleiter Andreas Baum vom Solar-Freibad Lindhorst. Der Sommer hätte auch in seinem Freibad Gelegenheit gehabt, ein guter zu werden, denn alles begann vielversprechend: „Wir haben viele Saisonkarten verkauft“, meinte Baum, doch dann: „Irgendwann so um Siebenschläfer herum“ habe das schlechte Wetter begonnen.

Vom stabilen Azorenhoch, das sich als Garant eines guten Sommers mit Badewetter etwa um den Juli-Beginn einstellen muss, war in diesem Jahr weit und breit keine Spur. Im Gegenteil: Meteorologen bescheinigten dem Juli 2011, der Kernzeit der niedersächsischen Sommerferien, der kühlste und nasseste seit Jahren gewesen zu sein. Und so kann Baum nur das verkünden, was in Obernkirchen, Lauenau, Rodenberg, Bückeburg, Rolfshagen und Rinteln vermutlich auch geteilt wird: „Selten ist der Sommer so schlecht gewesen.“ Wie genau die Bilanz in Lindhorst ausfallen wird, ist noch nicht klar, weil dort Abreißkarten verkauft werden und keine Zählautomaten aufgestellt sind.

Auch die Wetteraussichten für die nächsten Tage, die etwas mehr Sonne und vielleicht auch Badewetter verheißen, heitern die Freibadbetreiber noch nicht wesentlich auf.

Nenndorfs Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann hatte vor einigen Tagen in dieser Zeitung für die Schwimmbäder in Rodenberg und in Lauenau ebenfalls bereits die „schlechteste Freibadsaison seit Jahren“ prognostiziert und als Lehre aus der miesen Saison qualitätssteigernde technische Neuerungen wie ein Abdecksystem in die Diskussion gebracht, das das nächtliche Auskühlen des tagsüber mit Solarenergie aufgeheizten Wassers verhindern soll.

„Ziemlich bescheiden“ und eine „dauernde Sonnenfinsternis“, nennt Michael Möhle, Mitarbeiter der Organisation im Freibad Obernkirchen, diesen Sommer. „Ostern und Pfingsten waren noch richtig gut“, aber dann habe das schlechte Wetter begonnen.
„Rund ein Drittel“ liegt das Freibad hinter der Besucherzahl des vergangenen Jahres zurück. 95.000 Besucher kamen 2010 in das Bad.

„Bisher haben wir knapp 45.000“, sagt Möhle, der die Hoffnung nicht aufgibt (gutes Wetter vorausgesetzt), dass die beiden nächsten Monate die Zahlen noch nach oben korrigieren können. Auch wenn jetzt die Schulferien zu Ende gehen, könnten die Kinder, die sonst vormittags kommen konnten, eher nachmittags kommen.

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