Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Sonderzahlungen: „Ganz wenige Fälle“

Landkreis / Beamtenprämien Sonderzahlungen: „Ganz wenige Fälle“

„Ganz wenige Fälle.“ Klaus Heimann fasst das Ergebnis knapp zusammen. Das Fazit des Ersten Kreisrates fußt auf einer hausinternen Recherche in der Landkreisverwaltung zum Thema Prämienzahlungen an Beamte. Elf Fälle hat es nach Heimanns Angaben in den vergangenen drei Jahren gegeben, zirka 23.000 Euro habe der Landkreis Mitarbeitern an Sonderzahlungen gewährt.

Landkreis (to). Ins Gerede gekommen sind die Sonderzahlungen an Kommunalbedienstete nach Vorfällen im Landkreis Osnabrück. Dort ermittelt die Staatsanwaltschaft. Kern des Problems: Für „herausragende Leistungen“ können Beamte Prämien erhalten, doch in der Regel dürfen es nicht mehr als 15 Prozent der Mitarbeiter sein. Von den Vorkommnissen in Osnabrück aufgeschreckt, hat das Innenministerium eine landesweite Prüfung der Prämienzahlungen angeordnet. Die Angaben der Städte und Gemeinden in Schaumburg muss die Kreisverwaltung bis Ende des Monats an das Innenministerium in Hannover weiterleiten.

Für das eigene Haus hat Heimann elf Fälle in den Jahren 2008, 2009 und 2010 recherchiert. Leistungszulagen seien, so Heimann, bei besonderen, herausragenden Einzelleistungen möglich, und das müsse man „eng anwenden“. Bei der Erklärung zu den Prämienzahlungen holt Heimann aus: Nicht die Bezahlung allein motiviere die Mitarbeiter, dazu gehörten auch das Umfeld, der Arbeitsplatz. Prämien gebe es in Einzelfällen, das habe Ausnahmecharakter. Dieser sei im Falle der Zahlungen im vergangenen Jahr gegeben. 2010 war die sogenannte Doppik eingeführt worden und hatte die bisherige Form der Haushaltsführung und Etatverwaltung der Kreisverwaltung abgelöst.

Konkret listet Heimann folgende Zahlungen auf: 2008 habe es zwei Fälle von Prämien über insgesamt etwa 3400 Euro gegeben. 2009 seien ebenfalls zwei Mitarbeiter mit insgesamt zirka 1500 Euro bedacht worden, und die größte Summe und Anzahl der Begünstigten habe es im vorigen Jahr gegeben: Sieben Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben insgesamt ungefähr 18.000 Euro an Bonuszahlungen bekommen.

Insgesamt, so Heimann, sei es mehr um eine Anerkennung der geleisteten Mehrarbeit gegangen, und die Kreisverwaltung sei damit weit unter den zulässigen Höchstgrenzen geblieben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg