Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Sozialarbeiterstellen: Hitzige Debatte im Kreistag

Ausschreibungspraxis kritisiert Sozialarbeiterstellen: Hitzige Debatte im Kreistag

Zu seiner letzten Sitzung ist der Kreistag der vergangenen fünfjährigen Wahlperiode am Dienstag im Kreishaus zusammengekommen. Hitzig debattiert wurde das Thema Schulsozialarbeit. Dabei geht es um drei Sozialarbeiterstellen für das Bildungsbüro.

Voriger Artikel
Verkehrsmeldungen für Dienstag, 25. Oktober
Nächster Artikel
Verkehrsmeldungen für Mittwoch, 26. Oktober
Quelle: Symbolfoto dpa

Landkreis. Ausgelöst wurde die Diskussion durch den empfohlenen Erlass der zweiten Nachtragshaushaltssatzung 2016. Grund für die Änderung ist die Fortsetzung der Sozialarbeit an den Schulen des Landkreises (wir berichteten). Für das Bildungsbüro des Landkreises werden intern drei Fachkräfte gesucht, die vor allem die Jugendlichen an Oberschulen beim Übergang von Schule und Beruf unterschützen sollen. Diese Stellen würde der Kreis gerne mit drei der sieben Schulsozialarbeiter des Landkreises besetzen.

Dass diese Stellen nicht extern ausgeschrieben sind, stieß Heinrich Sasse (WGS) sauer auf. „Ich stelle hiermit einen Antrag, dass wir uns mit diesem Punkt heute nicht befassen, ansonsten werde ich ihn ablehnen“, fasste Sasse zusammen. Dieser Antrag komme zu spät, konterte Richard Wilmers (WIR), „da wir uns ja bereits damit befassen“.

Letztlich doch ein einstimmiger Beschluss

Kreisrätin Katharina Augath antwortete auf Sasses Kritik: „Eine interne Ausschreibung ist unverzichtbar, da wir aus einem sehr guten Potenzial schöpfen können.“ Der Landkreis möchte in diesem Fall vor allem auf die Expertise und die Netzwerke der bereits erfahrenen Schulsozialarbeiter setzen. Dem stimmte auch Gunter Feuerbach (CDU) zu: „Es ist wenig sinnvoll, diesen Erfahrungsschatz platt zu machen.“

Eine interne Ausschreibung biete außerdem den Vorteil, dass Lediglich Horst Sassenberg (CDU) stellte sich auf Sasses Seite und bezeichnete den Beschluss als „schwierig“. Er ist von drei neuen Sozialarbeitern ausgegangen, stattdessen sollen drei der bereits bestehenden die Posten übernehmen. Sassenberg interpretierte dies als Bevorzugung.

Letztlich lenkten die Kritiker ein, sodass der Beschluss doch noch einstimmig getroffen wurde. Da es bis gestern noch keine Ausschreibung für die Bildungsbürostellen gab, beschloss der Kreisrat außerdem, das dies unverzüglich nachgeholt werden müsse. mak

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Finanzierung durch Landesmittel

Niedersachsen will die Sozialarbeit an Schulen stärken. Dafür hat die Landesschulbehörde jetzt 500 Stellen an Hauptschulen und Oberschulen sowie Kooperativen und Integrierten Gesamtschulen ausgeschrieben, wie das Kultusministerium in einem Schreiben mitteilt, welches den Schaumburger Nachrichten vorliegt.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg