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Aus dem Landkreis Sprachbarrieren abbauen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Sprachbarrieren abbauen
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15:47 21.08.2015
Sprachbarrieren abzubauen sollte nach Ansicht der Awo eines der vorrangigen Ziele der Flüchtlingshilfe sein. dpa
Landkreis

Mit Vertretern der Awo sowie unter anderem mit Landrat Jörg Farr tauschte sich Beermann über die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Landkreis Schaumburg aus.
Die Stimmung gegenüber den Flüchtlingen in Schaumburg sei „derzeit freundlich und die Hilfsbereitschaft der Menschen groß. Die Weichen zur Selbsthilfe sind gestellt,“ zeigte sich der Awo-Kreisvorsitzende Heinz-Gerhard Schöttelndreier erfreut.

Zur Flüchtlingsarbeit ist die Awo vom Landkreis beauftragt. „2012 begann die Arbeit mit 25 Wochenstunden. Derzeit beschäftigen wir fünf Sozialarbeiter in Vollzeit. Ziel ist es, pro 100 Flüchtlinge einen Sozialarbeiter einsetzen zu können“, erklärte Hanauske. Zur Unterbringung der Flüchtlinge verfolge die Awo in „enger und vertrauensvoller Arbeit“ mit dem Landkreis ein Sozialraumkonzept nach dem „Leverkusener Modell“. Dieses sieht eine dezentrale Unterbringung mit sozialpädagogischer Begleitung zur Integration der Flüchtlinge vor.

Gemeinsam mit den Flüchtlingssozialarbeitern erörterte Hanauske die umfassenden Aufgabenschwerpunkte, die neben der Beratung und Orientierung ebenso die Vermittlung der Kulturtechniken umfasst. Dabei habe der Unterricht in der deutschen Sprache zentralen Stellenwert. Den Flüchtlingen sollte ein schnellerer Zugang zu Sprachförderkursen ermöglicht werden, betonte Hanauske.
Farr zeigte Beermann auf, dass die dezentrale Ausrichtung des Landkreises sowie die enge Kooperation zwischen der Awo und den verschiedenen Landkreisämtern derzeit eine schlanke und somit zielgerichtete Organisation zulasse. Der Landrat betonte zudem, dass die Kommunen gerne ihre Aufgaben wahren, jedoch: „Der Bund muss seiner Organisationspflicht nachkommen und verlässliche Strukturen schaffen.“

Beermann: „Hier in Schaumburg wird hervorragende Arbeit geleistet, die durch ein organisiertes Ehrenamt unterstützt wird.“ Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Asylverfahren beschleunigt und die Nachsorge der Flüchtlinge ausgebaut werden müssten, um die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration zu meistern.  sk