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Staatsanwalt ermittelt gegen DRK

Kreisverband weist Betrugsvorwürfe zurück Staatsanwalt ermittelt gegen DRK

Wegen der Betrugsvorwürfe gegen den Schaumburger DRK-Kreisverband ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Bückeburg, wie am Freitag Pressesprecher Nils-Holger Dreißig bestätigte. Vorerst gehe es gegen unbekannt, da die Staatsanwaltschaft nur gegen Menschen und nicht gegen Vereine und Organisationen ermitteln kann.

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LANDKREIS.  Dreißig zufolge sind zunächst drei Zeugen geladen. Als Geschädigter gilt der Landkreis Schaumburg. „Wir wollen herausfinden, wer genau gehandelt hat und was da passiert ist, bevor wir konkrete Personen verantwortlich machen“, sagt der Pressesprecher. Der Kreisverband soll mit unzureichenden Listen eine Einsatzbereitschaft für sogenannte Großschadensereignisse vorgetäuscht haben.

Dem ehemaligen Kreisbereitschaftsleiter Otto Seidel zufolge existierte besagte Bereitschaft teilweise nur auf dem Papier. Weder seien die notwendigen Ärzte, noch die notwendigen Rettungssanitäter in der Einheit. Dennoch habe der Kreisverband 45.000 Euro erhalten. Aufgrund einer einstweiligen Verfügung des Kreisverbands darf Seidel derzeit keine weitere Stellungnahme zu dem Thema abgeben. Zusätzlich läuft gegen ihn ein Disziplinarverfahren.

 Friedhelm Henze ist ehemaliger Kreisverbandsarzt des DRK. Er war auch Mitglied des Vorstandes. Inzwischen hat er seine Ämter im Kreisverband niedergelegt. Er bestätigt: Voraussetzung für die Auszahlung der Fördergelder sei gewesen, dass die beschriebenen Einheiten mit der entsprechenden medizinischen Ausbildung auch vorgehalten werden.

 Der Kreisverband weist die Vorwürfe zurück. Ausbildung und Anforderung an die Personen auf der Liste hätten teilweise nicht zusammengepasst, weil man wegen der Belastung durch den Flüchtlingszustrom 2015 mit Ausbildungen in Verzug geraten war. Der aktuelle Kreisbereitschaftsleiter Thomas Knolle sagte vor Kurzem, es hätten trotzdem zu jedem Zeitpunkt ausreichend Helfer eingesetzt werden können. jak

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