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Stadtwerke wollen Geschäft weiter ausbauen

Unter Strom Stadtwerke wollen Geschäft weiter ausbauen

Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe haben angekündigt, den Ausbau des Stromgeschäfts weiter vorantreiben zu wollen. Im vergangenen Jahr ist es dem Unternehmen gelungen, die Zahl seiner „Kunden in fremden Netzen“, also Haushalte und Firmen außerhalb des angestammten Versorgungsgebietes, um rund eintausend zu erhöhen, wie Geschäftsführer Eduard Hunker mitteilte.

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Stadtwerke-Chef Eduard Hunker (Mitte) mit den beiden Gesellschafter-Vertretern Reiner Brombach (links) und Oliver Theiß.

Quelle: rg

Landkreis (mf). Die Gesamtzahl der Stromkunden beläuft sich seinen Angaben zufolge auf inzwischen über 7000. Etwa die Hälfte davon entfällt auf netzfremde Kunden. Laut Hunker wollen die Stadtwerke künftig verstärkt auch im Raum Nienstädt um Stromabnehmer werben. Nach der erfolgreichen Fusion mit den Samtgemeindewerken Nienstädt und der Eingliederung der Energieversorgung Bergkrug sei dies ein logischer Schritt.
Die Stadtwerke sind erst 2012 und damit relativ spät ins Stromgeschäft eingestiegen. „Wir müssen dafür sorgen, dass das noch bekannter wird“, machte Hunker deutlich.

Getrennt haben sich die Stadtwerke zum Ende des vergangenen Jahres vom Stromnetz in Obernkirchen. Es wurde an die Eon Westfalen Weser Netz GmbH verkauft, die bislang auch schon als Auftragnehmer für die technische Betriebsführung zuständig war. Den Strom-Vertrieb wollen die Stadtwerke in Obernkirchen nicht aus den Händen geben.
Zum 1. Januar 2017 übernehmen die Stadtwerke Schaumburg-Lippe von ihren Kollegen in Minden die Erdgasversorgung im Bückeburger Ortsteil Cammer – mit 67 Haushaltsanschlüssen eine vergleichsweise klein ausfallende Marktbereinigung. „Aber ein weißer Fleck weniger auf unserer Karte“, freut sich Hunker.
Stolz sind die Stadtwerke , dass sie es bei den Preis-Konditionen auch mit größeren Wettbewerbern aufnehmen können. In einem Vergleich mit zehn Anbietern aus der Region rangiert der heimische Energielieferant über alle Sparten hinweg im unteren Drittel. Beim sogenannten Kombi-Tarif, der Strom, Gas und Wasser beinhaltet, hielten die Stadtwerke Schaumburg-Lippe sogar das günstigste Angebot vor. Mit jährlich 2423 Euro für einen Durchschnittshaushalt unterbiete man den teuersten Anbieter um immerhin 333 Euro, rechnet Hunker vor.
Am Geschäftsmodell der Stadtwerke , sowohl Kostensenkungen als auch -steigerungen schnell und transparent an die Kunden weiterzugeben, werde sich nichts ändern, bekräftigte Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender. Die Kommunen als Gesellschafter seien weiter auf Ausschüttungen angewiesen, um vor allem die Verluste bei den Bäderbetrieben auszugleichen. Auch für Brombachs Stadthäger Kollegen Oliver Theiß gilt es, „den Spagat zwischen kommunalen und Bürgerinteressen zu bewältigen“.
Investieren wollen die Stadtwerke künftig auch in regenerative Energiegewinnung – „allerdings nur dort, wo es sich wirtschaftlich rechnet“, betont Hunker. Denkbar sei ein Engagement in Windenergieanlagen, auch als Beteiligung an sogenannten Genossenschaftsmodellen.

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