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Start für „Leader“-Bewerbung

Landkreis Start für „Leader“-Bewerbung

Es geht um bis zu 2,4 Millionen Euro von der EU. Dieser Betrag würde in Brüssel für den Landkreis Schaumburg und dessen Kommunen bereit stehen, wenn es gelingt, Aufnahme in die „Leader“-Förderperiode 2014 bis 2020 zu finden.

Quelle: dpa

Landkreis. Eine sogenannte „Leader“-Werkstatt mit rund 90 Teilnehmern von Kommunen und aus gesellschaftlichen Gruppen hat am Montag im Kreishaus den Startschuss für die Bewerbung gebildet.

 „Leader“ ist ein EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raums. In der ersten Förderperiode von 2007 bis 2013 sind dabei rund zwei Millionen Euro nach Schaumburg geflossen. Insgesamt 76 Projekte sind damit gefördert worden, etwa der Bau einer Wasserleitung zum Ida-Turm im Harrl und die Einrichtung eines Wilhelm-Busch-Radweges. Diese Beispiele zeigen: „Leader“ zielt auf überschaubare lokale Projekte gleichsam mit dörflichem Charakter, die Höchstfördersumme beträgt 100000 Euro. Eine Kofinanzierung durch Eigenmittel oder durch dritte Geldgeber ist die Regel.

 Niedersachsenweit bewerben sich rund 50 Regionen um 40 „Leader“-Plätze, wie Gunther Korf vom Amt für regionale Landesentwicklung eingangs der Werkstatt berichtete. Grundlage der Bewerbung, die bis Mitte Januar 2015 vorliegen muss, ist ein regionales Entwicklungskonzept. Dieses soll nach den Worten von Landrat Jörg Farr „mit möglichst breiter Beteiligung der Bevölkerung unter Einbindung der relevanten Wirtschafts- und Sozialpartner erarbeitet werden“. Mit der Koordination ist das Ingenieur- und Beratungsbüro Grontmij (Hannover) beauftragt. Nicht mit von der Partie sind übrigens die Stadt Rinteln und die Gemeinde Auetal, die mit Hameln, Hessisch Oldendorf und Aerzen eine eigene Region bilden. Laut Ankündigung von Korf wird sich im April 2015 entscheiden, welche Regionen den Zuschlag bekommen.

 Orientiert an neuen Vorgaben seitens der EU sollen konzeptionelle Zielformulierungen und konkrete Projektvorschläge in fünf Bereichen entwickelt werden, wie Christian Wiegand vom Büro Grontmij erläuterte: demografische Entwicklung, Klima- und Umweltschutz, regionale wirtschaftliche Entwicklung, Kultur und Tourismus sowie Baukultur. Projekte könnten beispielsweise dazu beitragen, die Mobilität für Senioren zu erhöhen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren, die Struktur der Hagenhufendörfer zu erhalten und Wanderwege attraktiver zu gestalten.

 Während der dreistündigen Werkstatt haben die Teilnehmer Ideen für den konzeptionellen Rahmen und für konkrete Projekte gesammelt. Das Büro Grontmij wird diese Ergebnisse bis zum Jahresende in Zusammenarbeit mit einer „Leader“-Lenkungsgruppe zusammenführen. ssr

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