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Aus dem Landkreis Startschuss für schnelles Internet
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Startschuss für schnelles Internet
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07:35 13.04.2017
Dieter Brennecke (von links), Uwe Ingenhaage, Christian Meyer, Vesta von Bossel, Jörg Farr und Karsten Becker freuen sich über den Startschuss. Quelle: col
LANDKREIS

„Dies ist ein guter Tag für die Bürger und die Wirtschaft in der Region“, sagte Farr. Damit sei ein großer Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Kreises getan. SPD-Landtagsabgeordneter Karsten Becker lobte die „Vorreiterrolle“, die der Landkreis mit der schnellen Umsetzung des Ausbaus innehabe: „Das ist ein wichtiger Schlüssel für eine gesunde Wirtschaftsförderung.“
Die Telekom sitzt aktuell an der Feinplanung, wo es im Sommer losgehen soll. Fest steht bereits laut Dieter Brennecke, Breitband-Beauftragter der Kreisverwaltung, dass die Arbeiten in Stadthagen beginnen werden, weil die Stadt die größten Anteile hat. Als erstes abgeschlossen wird der Ausbau allerdings in den Gemeinden Klein Hegesdorf, Soldorf und Lyhren, „weil die am meisten leiden“. Dort soll der schnelle Internetzugang im November oder Dezember stehen.

Telekom-Vorstandsbeauftragte Vesta von Bossel spricht von einem „Quantensprung in der Breitband-Versorgung der Region“. Dort, wo die Telekom mit eigenen Mitteln ausbaut, sollen die Kunden mit moderner Vectoringtechnik und Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s beim Herunterladen und 40 MBit/s beim Heraufladen versorgt werden.Aber auch dort, wo der Ausbau gemeinschaftlich voranschreitet, wird diese moderne Technik eingebaut. „Dort können wir dann zeitnah nach entsprechenden regulatorischen Entscheidungen diese hohen Geschwindigkeiten anbieten.“ Damit seien die Kunden bis 2025 gut aufgestellt. Farr spricht von einem „zukunftssicheren Konzept“, das auch ohne erneute Erdarbeiten höhere Geschwindigkeiten ermögliche.

100 Kilometer Tiefbaumaßnahmen

Im Rahmen des Ausbaus wird die Telekom insgesamt rund 800 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und bis zu 148 neue Verteilerkästen in den Straßen der Kommunen aufstellen. Notwendig werden dafür 100 Kilometer Tiefbaumaßnahmen. „Aber ich glaube, dass keine Arbeiten so gerne von den Bürgern in Kauf genommen werden, wie die für schnelleres Internet“, sagte der niedersächsische Agrarminister Christian Meyer. Für ihn bedeutet der Ausbau im ländlichen Raum ein Stück Lebensqualität und für Unternehmen einen wichtigen Standortvorteil: „Die Menschen haben Lust auf Land, wir müssen für attraktive Rahmenbedingungen sorgen.“

Das 17-Millionen-Euro-Projekt wird mit 6,5 Millionen Euro gefördert. 2,9 Millionen Euro kommen vom Bund, 2,6 Millionen Euro trägt das Land. Die restliche Summe des Fördergeldes teilen sich der Kreis und die Mitgliedskommunen anteilig je nach Aufwand. col