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Statt drei nimm zwei

Landkreis / Apotheken-Notdienst Statt drei nimm zwei

Die Zahl der Bezirke für den Apotheken-Notdienst wird im Landkreis Schaumburg von drei auf zwei verringert. Diese Neuerung soll Anfang 2013 in Kraft treten, hat Bezirksapothekerin Angelika Pusch am Dienstag auf Anfrage bestätigt.

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Zwei statt bisher drei Notdienstluken wird es ab Anfang 2013 im Schaumburger Land geben.

Quelle: rg

Landkreis (ssr). Derzeit gibt es die drei Notdienstbezirke „Stadthagen und Umland“, „Bückeburg/Obernkirchen“ und „Rinteln“. Bei diesem System hat jede der kreisweit 43 Apotheken nach Angaben von Pusch im Durchschnitt jeden 13. Tag einen Notdienst zu leisten – also insgesamt fast 30 Nächte sowie Sonn- und Feiertage im Jahr. Besonders in kleinen Apotheken, in denen oft nur ein approbierter Pharmazeut arbeitet, „nagt das auf Dauer sehr an den Kräften“, schilderte Pusch. Die Reduzierung auf kreisweit jeweils zwei notdiensthabende Apotheken verringere diese Belastung etwa um ein Drittel auf im Durchschnitt jeden 19. Tag.
Das künftige System sieht nach Darstellung der Bezirksapothekerin so aus: Eine der beiden Notdienst-Apotheken wird immer entweder in Stadthagen, Bückeburg oder Rinteln liegen. Die zweite ist jeweils in der davon eher entfernten Region des Schaumburger Landes platziert. Das bedeutet die Loslösung von starren Bezirken. „Die beiden Orte werden sich regional immer gut ergänzen“, ist Pusch überzeugt. Zumindest zu manchen Gelegenheiten werde es zudem kreisweit weiter drei Notdienst-Apotheken geben. Die Reform führe für die Patienten zu einer maximalen Anfahrt von 15 Kilometern (gesetzlich vorgeschrieben sind höchstens 18 Kilometer).
Die Bezirksaphotekerin warb zudem dafür, „kreisübergreifend zu denken“. Jeder Patient könne im Bedarfsfall überprüfen, ob eine außerhalb Schaumburgs gelegene Notdienst-Apotheke für ihn günstiger zu erreichen sei. Pusch nannte als Beispiel Haste, dort liege Wunstorf sehr nahe. Für den westlichen Bereich Schaumburgs könne Minden oder Petershagen eine Alternative bieten.
Die neue Regelung ist von der Apotheker-Kammer Niedersachsen genehmigt worden, zunächst unter Vorbehalt auf ein Jahr. „Am Ende dieses Jahres wird geschaut, ob die Sache gut läuft“, ergänzte Pusch.

Service: Selbstverständlich werden die Notdienst-Apotheken wie bisher in der entsprechenden Rubrik der SN vermeldet.
Pusch verweist in diesem Zusammenhang aber auch auf die kostenlose ApothekenApp, die auf Smartphones mit den Betriebssystemen iOS (iPhone) und Android heruntergeladen werden kann. Neben zahlreichen anderen Leistungen gibt diese stets aktuell Auskunft über umliegende Notdienstapotheken, also auch über die nächstgelegene, unabhängig von Kreisgrenzen (inklusive Ortsplan und Anfahrt). Info-Material über diese App gibt es in den Apotheken. Pusch bittet notdiensthabende Ärzte sowie Taxifahrer, diese ApothekenApp möglichst präsent zu haben, um Patienten die kürzesten und schnellsten Wege zu ermöglichen. Die Links zum Herunterladen der App gibt es hier:

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