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Stauwarner auf der A 2 geplant

Unfall-Prävention Stauwarner auf der A 2 geplant

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies will den zunehmenden Lastwagen-Unfällen auf der A 2 mit einem Bündel an Maßnahmen begegnen. „Uns bereitet die Situation große Sorgen“, sagte der SPD-Minister in Hannover.

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Bilder wie diese sollen bald der Vergangenheit angehören. Um die Zahl der Lastwagen-Unfälle auf der A 2 – wie hier in Auetal – zu verhindern, schlägt Minister Lies einige Maßnahmen vor. 

Quelle: Archiv

Landkreis/Hannover. Von Lars Ruzic

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass viele Fernfahrer unter Drogen stehen, um den Termindruck überhaupt bewältigen zu können. Sorgenkind im Zusammenhang mit den vielen Unfällen ist auch der Abschnitt auf Schaumburger Gebiet. Dort kracht es besonders oft.
Das Gros der Unfälle mit Lkw-Beteiligung entstehe am Stauende von Baustellen, berichtete Lies. Dem wolle das Land mit einer neuen Technik mobiler Stauwarner begegnen. Sie sollen erstmals Anfang September auf der A 2 aufgestellt werden, wenn zwischen den Anschlussstellen Braunschweig-Ost und Wolfsburg/Königslutter die Fahrbahn in Richtung Berlin erneuert werden muss. Die Autobahn soll dann für sechs Wochen auf zwei Spuren verengt werden.
Die neue, vom Hemminger Baustellen-Absperr-Service (B.A.S.) entwickelte Technologie kontrolliert die Verkehrssituation und meldet Staus an mobile Warnschilder mit Digitaltechnik, die zwischen acht und zwölf Kilometer vor der Baustelle aufgestellt werden. So sollen die Fahrer rechtzeitig auf einen Stau aufmerksam gemacht werden – in der Hoffnung, dass sie dann vorsichtiger an die stehenden Autos heranfahren. Wenn diese Maßnahme Erfolg hat, könnte sie auch auf weiteren Abschnitten der Autobahn zur Anwendung kommen – auch im Landkreis.
Der Verkehrsminister fordert noch weitergehende Maßnahmen für die Verkehrssicherheit, von denen er allerdings erst die Länderkollegen und die Bundesregierung überzeugen muss. Denn Niedersachsen kann sie nicht allein durchsetzen. Lies wünscht sich eine Art Sicherheitsrabatt auf die Lkw-Maut für die Lastwagen, die mit einem Notbremsassistenten ausgerüstet sind. Diese Technologie, die Auffahrunfälle im Regelfall verhindert, wird von November an für alle Neuwagen Pflicht. Bis sie sich auf diesem Weg in der Breite durchsetzt, werden jedoch Jahre vergehen. „Wir brauchen aber viel zügiger mehr Assistenzsysteme im Lkw“, so Lies. Ein Mautrabatt könnte Speditionen den nötigen Anreiz bieten, hier zu investieren.
Gleichzeitig fordert Lies eine Erleichterung der Fahrzeug- und Fahrer-Kontrollen durch die Polizei. Der neue digitale Tacho ermögliche auch eine Fernablesung durch einen in der Nähe des Lasters fahrenden Streifenwagen. Dazu müssten auch die gesetzgeberischen Möglichkeiten geschaffen werden, sagte der Minister.
In diesem Jahr gab es auf der A 2 auf Schaumburger Gebiet bereits mehrere schwere Verkehrsunfälle mit Lastwagenbeteiligung. Dabei waren drei tote Fahrer zu beklagen.

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