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Steiler Anstieg bei Zahl unversorgter Bewerber

Landkreis / Ausbildungsmarkt Steiler Anstieg bei Zahl unversorgter Bewerber

Die Agentur für Arbeit in Hameln hat Bilanz für den heimischen Ausbildungsmarkt gezogen. Auffällig ist vor allem die deutlich gewachsene Zahl sogenannter „unversorgter Bewerber“. Sie stieg von 26 im vergangenen Jahr auf 68 im Jahr 2013.

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Beliebt bei Jugendlichen ist die Ausbildung zum Mechatroniker.

Quelle: rg

Landkreis. Eine solche Spitze hatte es zuletzt 2007 gegeben. Damals führte die Arbeitsagentur 84 unversorgte Bewerber. Cornelia Kurth, Leiterin der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur in Stadthagen, führt das auf zwei Dinge zurück.

 Zum einen habe es in Schaumburg damals so viele bei der Arbeitsagentur gemeldete Bewerber gegeben wie nie zuvor. Gut 1400 Jugendliche suchten eine Stelle, der Agentur waren 825 Ausbildungsplätze bekannt. Zum anderen habe es zum Zeitpunkt Werkzeuge wie die „Einstiegsqualifizierung“ noch nicht gegeben – meist längere Praktika, die den Beginn einer Ausbildung ermöglichen und zeitlich auch darauf angerechnet werden können. Als „unversorgt“ gelten Bewerber, die „tatsächlich ohne jede Alternative dastehen“, erklärt Kurth.

 Der Agenturleiterin zufolge ergibt sich der sehr steile Anstieg größtenteils aus Betroffenen, die im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters liegen. Dessen Leiter Bernd Dittmer verweist auf statistische Vorschriften, die der Gesetzgeber in diesem Jahr geändert habe. Einige „Aktivierungsmaßnahmen“ – als eine solche zählt zum Beispiel die Arbeit in der Jugendwerkstatt des Landkreises – gelten nicht länger als Versorgung. Entsprechend gingen die Teilnehmer nun als „Unversorgte“ in die Statistik ein.

 Insgesamt stellt der Report der Arbeitsagentur fest, es sei „schwieriger geworden, Bewerber und Ausbildungsstellen zusammenzubringen“. Unter anderem könne das „logistische Gründe“ haben, sagt Matthias Voges, bei der Arbeitsagentur in Stadthagen Ansprechpartner für Ausbildungsfragen. Gerade „aus der Stadt in die Dörfer“ zu kommen, sei für Jugendliche ohne Auto oder Führerschein nicht einfach.

 Viele scheiterten auch an hohen Anforderungen der Unternehmen. Folge: Die Firma bleibt ohne Azubi, Jugendliche ohne Stelle. Manchmal müssten aber auch die Bewerber selbst flexibler sein. „Zum Beispiel könnte der Bootsbauer eine Alternative zum Tischler geben“, sagt Voges.

 Die beliebtesten Ausbildungsberufe in Schaumburg liegen nach Angaben der Arbeitsagentur im metallverarbeitenden Gewerbe, dicht gefolgt von kaufmännischen Berufen. Hoch in der Gunst junger Leute stehe auch der Kfz-Mechatroniker. Ende September waren der Arbeitsagentur 18 unbesetzte Ausbildungsstellen im Landkreis Schaumburg gemeldet.

 Freie Ausbildungsstellen auf jobboerse.arbeitsagentur.de. Fragen an die E-Mail-Adresse: Stadthagen.151-U25@arbeitsagentur.de. jcp

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