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Stimmung an FDP-Basis „demotiviert“

Landkreis / Nach der Wahl Stimmung an FDP-Basis „demotiviert“

An der Basis der Schaumburger FDP wirkt sich das krachende Desaster der Liberalen bei der Bundestagswahl „durchaus etwas demotivierend“ aus. So jedenfalls schätzt Kreisvorsitzender Paul E. Mense die Gemütslage unter den Mitgliedern ein. Und die Stimmung während der jüngsten Kreisvorstandssitzung sei von herber Enttäuschung gekennzeichnet gewesen.

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Quelle: dpa

Landkreis. Allerdings: Der harte Kern der Aktiven um den Kreisvorstand und die Ortsvorstände herum, „die bleiben bei der Stange“, hat Mense beobachtet. Das bestätigt auch Lothar Biege, FDP-Mitglied im Kreistag und im Stadthäger Rat. „Der harte Kern der hiesigen Ur-Liberalen bleibt am Ball.“ Zudem glaube niemand in den Reihen der Schaumburger Liberalen, „dass die FDP in der Bedeutungslosigkeit versinken wird“. Das gelte trotz derMeinung, der Liberalismus werde nicht mehr gebraucht, setzte Mense hinzu.

 Im Kreisvorstand ist man sich nach Darstellung Menses einig, „dass das Ausscheiden aus dem Bundestag immer noch besser ist als mit 5,1 Prozent von Frau Merkel weiter an die Wand gedrückt zu werden“. Der Wahlausgang biete die Chance zu einem völligen Neuanfang. „Bei der Parteispitze sind ja schnell die richtigen Schlüsse gezogen worden“, betont Biege: „Mit Christian Lindner und Wolfgang Kubicki ist ein Neubeginn möglich.“ Mense hingegen ist nicht sicher, „ob das mit Lindner wirklich klappt“. Von zentraler Wichtigkeit ist nach übereinstimmender Überzeugung von Mense und Biege, dass in der FDP schnell überlegt werde, welche Inhalte man setzen will.

 Als kritisch erachten die Parteioberen freilich den Abwärtstrend bei der Mitgliederzahl. Waren bis Ende 2009 noch 98 Personen in der Mitgliederkartei des Kreisverbandes verzeichnet, sind es derzeit gerade noch 68 – das ist ein Minus von einem Drittel in nur knapp vier Jahren. Gründe für den Aderlass sieht Mense in dem gebrochenen Steuersenkungsversprechen, in den internen Führungskämpfen sowie in der „komischen Hotelsteuer-Ermäßigung“. Der Kreisvorsitzende fügt mit Blick auf die Zukunft besorgt hinzu: „Wenn es der FDP nicht schnell gelingt, ein klares inhaltliches und personelles Profil zu entwickeln, dann befürchte ich weitere Austritte.“

 „Noch viel besorgniserregender ist die Altersstruktur“, findet Biege: „Mit meinen 55 Jahren bin ich im Kreisverband noch einer der Jüngsten.“ Da müsse ein Unterbau her, „denn so kann das nicht weitergehen“.

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