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Streitthema Feldweg in Kleinhegesdorf

Im Rat fliegen die Fetzen Streitthema Feldweg in Kleinhegesdorf

Wütende Rufe und hämischer Beifall: Ihren Unmut haben Kleinhegesdorfer bei der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Apelern lautstark ausgedrückt. Streitthema war der überwucherte Feldweg am Ortsrand. So eine „aggressive Stimmung“ habe er in Apelern noch nicht erlebt, sagte Bürgermeister Andreas Kölle.

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Quelle: Archiv

KLEINHEGESDORF. Der  Feldweg ist schon seit Längerem ein Streitthema. Es geht um einen laut Gemeindedirektor Sven Janisch etwa 300 Meter langen und anderthalb Meter breiten ehemaligen Weg am nordöstlichen Rand von Kleinhegesdorf. Dort ist aber nur eine sehr breite und mehrere Meter hohe Hecke zu sehen. Anwohner forderten 2013 den Rückschnitt.

 In der jüngsten Bürgerfragestunde erkundigte sich ein Zuhörer nach dem Stand der Dinge. Die Entscheidung, dass alles belassen wird, wie es ist und keine Maßnahmen getroffen werden, war bereits am 18. August im Verwaltungsausschuss gefallen. Überrascht reagierten die anwesenden Kleinhegesdorfer auf diese Äußerung – ihnen sei diese Entscheidung nie mitgeteilt worden. Begründet wurde der Beschluss unter anderem durch eine Bürgerbefragung. Als der Rat darauf zu sprechen kam, kochte die Stimmung über. Die Anwesenden fühlten sich bei dieser Umfrage komplett übergangen. Schlichtungsversuche seitens des Bürgermeisters und des Gemeindedirektors verliefen zunächst im Sand. „Das ist eine absolute Frechheit“, kommentierte ein Zuhörer die Befragung. Nur langsam verebbte die Zorneswelle.

Debatte 2013 aufgenommen

Die ganze Aufregung kann Kölle „nicht nachvollziehen“. Seines Wissens seien es nur eine Handvoll Bürger, die sich für den Erhalt des Weges starkmachen. Zumindest hätten sich „andere bisher nicht gemeldet“. Auch dem Vorwurf, die Bürger seien nicht informiert worden, widerspricht er. Bei einer Bürgerversammlung der SPD in Kleinhegesdorf am 18. August sei die im Verwaltungsausschuss getroffene Entscheidung direkt mitgeteilt worden.

 Im Kataster wird die Parzelle „Auf dem Meyer Hoff“ als Weg bezeichnet. De facto ist sie aber eine Grünfläche. Statt eines Weges finden sich dort dutzende große Sträucher, die zu einer Hecke zusammengewachsen sind. „Schon als die Debatte 2013 aufgenommen wurde, war dort kein Weg erkennbar“, so Janisch. Zudem hat die untere Naturschutzbehörde die Hecke als ökologisch wertvoll eingestuft und sich gegen eine vollständige Entfernung vehement ausgesprochen. „Man muss hier auch die Verhältnismäßigkeit sehen“, mahnte Kölle. Der anderthalb Meter breite Weg muss laut Janisch per Hand neu angelegt werden. Außerdem, so schätzt er, müsse er bei Wiederherstellung etwa viermal pro Jahr gepflegt werden, um ihn vor erneutem Zuwachsen zu schützen.

 Kölle warb am Ende um Eintracht. Der neu gewählte Rat werde sich um Transparenz bemühen. Außerdem bat der Bürgermeister um die Möglichkeit, „sich als neuer Rat erst zusammen zu raufen“. Nach vier Wochen Amtszeit erhoffte er sich „Welpenschutz“ von den Bürgern. göt

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