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Strom soll in der Region bleiben

Bürgerenergie Schaumburg Strom soll in der Region bleiben

Nachdem Ende Dezember die Baugenehmigung eingetroffen ist, kann voraussichtlich im März mit der Errichtung des Bürgerenergiewindparks zwischen Riepen, Ottensen und Beckedorf begonnen werden. Die Bürgerenergiegenossenschaft Schaumburg (BEnGSHG) will sich an dem Projekt beteiligen und künftig eines der vier geplanten Windräder betreiben.

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Für die BEnGSHG mit ihren derzeit 70 Mitgliedern ist dafür eine Investitionssumme von 3,8 Millionen Euro veranschlagt. 20 Prozent, also etwa 750.000 Euro, sollen als „Eigenkapitaldecke“ vorrangig durch die Bürger der betreffenden Gemeinden, also Bad Nenndorf und der Samtgemeinde Lindhorst, gestellt werden. Allerdings steht die Mitgliedschaft in der Genossenschaft auch den übrigen Bewohnern des Landkreises offen. Ziel sei nach den Worten von Burghard Massante, Vorstandsvorsitzender der BEnGSHG, möglichst eine „Kleinkapitalstruktur“ zu schaffen – die übrigen 80 Prozent sollen über Kredite finanziert werden.

Genossenschaftsanteile können ab 1000 Euro erworben werden. „Die zu erwartende Rendite beträgt zwischen vier und sechs Prozent“, so Massante. Frank Tegtmeier, stellvertretender Vorsitzender der BEnGSHG, fügt hinzu, dass sich die Rendite nicht nur aus dem Windpark, sondern auch aus den weiteren Projekten der Genossenschaft, wie etwa der geplanten Solaranlage auf dem Berufsbildungszentrum in Rinteln, ergibt.

Burghard Massante: Modell mit Stromversorgern

5,5 Millionen Kilowattstunden erzeugt jede der vier Anlagen jährlich, womit künftig insgesamt etwa 6000 Haushalte mit Energie versorgt werden können. „Es ist angestrebt, mit regionalen Stromversorgern ein Versuchsmodell zu entwerfen, damit der Strom in der Region gehalten wird“, sagt Massante. Mit dem Anlagenhersteller Enercon hat die BEnGSHG einen Wartungsvertrag über die vorgesehene Laufzeit von 20 Jahren geschlossen. „Das kann man mit einer Vollkasko-Versicherung gleichsetzen“, erklärt Massante. Sollten an dem etwa 150 Meter hohen Windrad also Schäden entstehen, muss die BEnGSHG dafür nicht aufkommen. „Mit dem Paket wird eine technische Verfügbarkeit der Windenergieanlage von 97 Prozent sichergestellt“, verspricht Massante. Ferner sei eine Einspeisevergütung vom Bund in Höhe von 7,7 Cent je Kilowattstunde garantiert. Nichtsdestotrotz weist der Vorstandsvorsitzende darauf hin, dass es bei einer finanziellen Beteiligung an einer Genossenschaft „immer ein Restrisiko“ gebe.

Bei einer außerordentlichen Generalversammlung am Dienstag, 7. Februar, 18.30 Uhr, im Schmiedegasthaus Gehrke an der Riepener Str. 21 in Riepen möchte die Genossenschaft Interessierten ihr Projekt vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.bengshg.de

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