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Sturmtief „Zeljko“: Zahlreiche, meist kleinere Einsätze

Keine Verletzten Sturmtief „Zeljko“: Zahlreiche, meist kleinere Einsätze

Glimpflich davon gekommen ist das Schaumburger Land bei den heftigen Böen des Sturmtiefs „Zeljko“ am Sonnabendnachmittag. Menschen kamen nach Auskunft von Polizei und Feuerwehr nicht zu Schaden.

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Einem Rohbau am Schwalbenweg in Rodenberg setzte der Sturm so stark zu, dass der Dachstuhl und ein Giebel einstürzten.

Quelle: sk

Landkreis. Von einem größeren Gebäudeschaden in Rodenberg abgesehen blieb es bei einigen umgestürzten Bäumen, umgeknickten Laternen und umgewehten Baustellenabsperrungen.

 In Rodenber g brachte der Sturm bei einem Rohbau am Schwalbenweg den Dachstuhl und einen Giebel zum Einsturz. Die Einsatzkräfte der Rodenberger Feuerwehr schauten nach Darstellung von Zugführer Marc Komerein als erstes nach, ob sich Menschen auf dem Gelände befanden: „Das war glücklicherweise nicht der Fall.“ Anschließend seien einige gelockerte Teile des Dachstuhls abgebaut, andere Teile gesichert worden, um jede Gefahr für die Nachbarschaft auszuschließen. Zur Schadenshöhe konnte Komerein keine Angaben machen.

 In Altenhagen II fiel der große Ast einer Kastanie auf einen Carport. Dabei wurde das Dach in Teilen zerstört. Aufregende Momente erlebte die Lauenauer Wehr, als sie gegen 20 Uhr zum Edeka-Regionallager beordert wurde. Dort hatte sich ein rund 40 Quadratmeter großes Werbebanner in Teilen von seinen Befestigungen gelöst. Gesichert von seinen Kameraden stieg ein Feuerwehrmann auf das hohe Gerüst, montierte das heftig im Wind klatschende Transparent ab und brachte es in Sicherheit.

 In Bad Nenndorf stürzte an der Wilhelmstraße ein großer Baum gegen die Wand eines Einfamilienhauses. Nach Auskunft der Polizei hielt sich der Schaden aber in engen Grenzen.

 Kaum Schäden richtete der Sturm in Stadthagen an. An der Schulstraße fiel eine Straßenlaterne auf ein geparktes Auto. An der Straße St. Annen musste die Feuerwehr einen großen Ast eines Baumes absägen, der auf die Fahrbahn zu stürzen drohte.

 18 Stunden später als ursprünglich vorgesehen hat das Zeltlager der Bückeburger Jugendfeuerwehren seinen offiziellen Auftakt genommen. Statt am Sonnabend um 16 Uhr öffnete die aus rund 50 Zelten bestehende Ansiedlung ihre Pforten erst am Sonntag um 10 Uhr. Angesichts der Unwetterwarnungen im Zusammenhang mit dem aufziehenden Sturmtief „Zeljko“ hatten die Organisatoren frühzeitig eine Verschiebung beschlossen.

 „Die Sicherheit der Teilnehmer besitzt absolute Priorität“, begründete der Stadtjugendfeuerwehrwart Maximilian Vauth die allgemein begrüßte Entscheidung. „Das war die einzig richtige Entscheidung, da gehört auch Mut dazu, aber es gab keinen anderen Weg“, bekräftigte Bürgermeister Horst Schwarze das Vorgehen der Verantwortlichen.

 Größere Beeinträchtigungen gab es auf der B65 zwischen Bückeburg und Minden. Die Fahrbahn war nicht nur stark verschmutzt, auch abgebrochenes Holz lag auf der Straße.

An der Straße Am Kirchhof wurde ein Walnussbaum gespalten. Die Feuerwehr musste den Stumpf mit Motorsägen zerteilen.

 Abgesagt worden ist hingegen die Veranstaltung „Doktorsee in Flammen“ in Rinteln – zum ersten Mal seit zehn Jahren. „Wir wollten nicht neben Duisburg als Katastrophenveranstaltung stehen, Sicherheit geht vor“, sagte Geschäftsführer Uwe Deppe.

 Sofort wurde eine Hotline geschaltet, um Anrufern die Absage mitzuteilen. Das soziale Netzwerk Facebook erwies sich als sehr nützlich für die Info-Weitergabe. Nur wenige Gäste mussten an der Abendkasse abgewiesen werden. Bereits angereiste Besucher zeigten sich indessen kreativ: Die Teilnehmer eines Feuerwehrzeltlagers aus Gehrden aus der Region Hannover, Stammgäste am Doktorsee, wichen in die frühere Disco „Tenne“ aus, bis der Sturm vorbei war.

 Die Feuerwehren in Rinteln sind indessen zu mehreren Einsätzen in der Weserstadt und den Ortsteilen gerufen worden. Anlässe waren umgestürzte Bäume und Äste, die auf die Straßen sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen gefallen waren. ssr, bus, dil

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