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Südlink: Bundesnetzagentur will frühe Bürgebeteiligung gewährleisten

Erdverkabelung angesagt Südlink: Bundesnetzagentur will frühe Bürgebeteiligung gewährleisten

Zweiter Anlauf für den Südlink: Nachdem der erste Vorschlag für eine Freileitung der geplanten Mega-Stromtrasse zurückgezogen worden ist, muss der Netzbetreiber Tennet nun eine Alternative vorlegen. Dabei gelten völlig andere Spielregeln. Denn der Gesetzgeber hat den Vorrang für eine Erdverkabelung festgelegt.

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LANDKREIS. „Man kann im Moment noch nicht sagen, ob ein Trassenvorschlag für das Erdkabel durch das Schaumburger Land führen wird“, berichtete dazu Fiete Wulff, Sprecher der Bundesnetzagentur, im SN-Gespräch. Diese Behörde hat das Genehmigungsverfahren in der Hand. Mitentscheidend dafür werde wohl sein, ob die Trasse östlich oder westlich um Hannover herum geführt wird.

Wulff betonte, dass bei diesem Zweitversuch „ganz andere Spielregeln gelten, Rückschlüsse aus den ersten Trassenvarianten sind nicht möglich“. Eine der damaligen Varianten hätte durch den östlichen Teil Schaumburgs geführt.

In jedem Fall habe Tennet signalisiert, so Wulff, sehr frühzeitig, nämlich voraussichtlich in diesem Herbst, vor Ort öffentlich über Trassenoptionen zu informieren. Das solle in den Regionen in Form von „Info-Märkten“ passieren. Dabei sollen erste Reaktionen von kommunalen Einrichtungen und von Bürgern eingesammelt werden, die Tennet in seine Überlegungen einbeziehen kann.
 

Vermutlich spätestens im Frühjahr 2017 wird Tennet laut Wulff bei der Bundesnetzagentur einen Antrag für eine Trassenführung einreichen. Dann starte das Raumordnungsverfahren. In den betroffenen Regionen werde die Agentur im Laufe von 2017 öffentliche Antragskonferenzen durchführen. Hier können Bürger und Träger öffentlicher Belange Anregungen und Einwendungen einbringen. „Die sammeln wir ein und sagen Tennet dann, dies und jenes habt ihr noch nicht berücksichtigt, arbeitet das mit ein und vervollständigt euren Antrag“, kündigte der Sprecher an.
 

Die Bundesnetzagentur werde den endgültigen Tennet-Vorschlag dann auf dieser Basis gründlich abwägen, verdeutlichte Wulff. Frühestens Ende 2018, womöglich auch erst 2019, wolle die Agentur dann einen 1000 Meter breiten Trassenkorridor festlegen. Dann beginne das Planfeststellungverfahren, in dem es „um die metergenaue Linienführung“ gehe. Das Verfahren beinhalte die in der Bauleitplanung gängigen Beteiligungsmöglichkeiten.
 

Mit der Entscheidung, die Stromleitung unter der Erde zu verlegen, habe der Gesetzgeber „eine zentrale Forderung aus der Bevölkerung aufgegriffen“, sagte Wulff: „Wir hoffen, dass wir beim anstehenden Verfahren mit deutlich weniger Widerstand rechnen müssen.“ r

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