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„Suedlink“ doch oberirdisch?

Stromautobahn „Suedlink“ doch oberirdisch?

Zu früh gefreut? Der Jubel war groß, als die Bundesregierung Anfang Juli ankündigte, bei der Stromautobahn „Suedlink“ solle voranging auf unterirdische Kabel, nicht auf Leitungen auf Hochspannungsmasten gesetzt werden. Doch nun sorgen Informationen aus dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium für Irritation.

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Landkreis. Plötzlich scheint eine oberirdische Trasse doch noch nicht vom Tisch.
Das NRW-Ministerium hatte auf Anfrage der FDP geäußert, der Südlink solle dort als Freileitung gebaut werden, wo er mit bestehenden Trassen gebündelt werden kann. Den Erdkabeln werde „nur bei neuen Gleichstromtrassen ein Vorrang vor Freileitungen eingeräumt, nicht bei der Bündelung von Leitungen in bestehenden Trassen“, teilte Minister Garrelt Duin mit.
Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels, Sprecher der Landkreise, die sich gegen eine Überlandtrasse engagierten, sieht keinen Grund, Pferde scheu zu machen: Jetzt, da der grundsätzliche Vorrang der Erdkabel durchgesetzt sei, gehe es um die Ausformulierung im Gesetz.
„Ob und welche Auswirkungen dabei für das Weserbergland entstehen, ist zum derzeitigen Zeitpunkt seriös nicht vorherzusagen.“ Schließlich werde nun mit veränderter Methode und unter neuen Rahmendbedingungen geplant. „Ob das Weserbergland von der neuen Trasse überhaupt betroffen ist, ist unmöglich vorherzusagen.“ Bartels ist „mit aller Vorsicht“ optimistisch: Grundsätzlich ermöglichten Erdkabel deutlich direktere Wege – und kürzere Wege sparen Geld.
Nun heiße es abwarten: „Vor Mitte 2016 wird kein neuer Vorschlag auf dem Tisch liegen“, so Bartels. Zudem gebe es derzeit „noch nicht einmal das zugrunde liegende Gesetz“ zum Erdkabelvorrang. „Dies wird aber wesentlich sein, um wenigstens eine Ahnung zu entwickeln, wie eine Methode zur Trassenfindung aussehen könnte“, sagt der Hameln-Pymonter Landrat. fh

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