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Täter gehen methodisch vor

Einbrüche in Schaumburg Täter gehen methodisch vor

„Einbrecher aus Wohnung verjagt“, „Einbruch am helllichten Tag“, „Zwei Einbrüche im Stadtgebiet“, „Einbrecher flüchten ohne Beute“ – das sind nur einige der SN-Schlagzeilen der vergangenen Wochen. Auch in Schaumburg mehren sich die Einbrüche in der dunklen Jahreszeit. Aber die Täter schleichen sich längst nicht mehr nur nachts in die Häuser.

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Nur noch wenige Einbrecher verlassen sich bei ihren Streifzügen auf den Schutz der Dunkelheit.

Quelle: Symbolfoto/dpa

Landkreis. Vor allem die Tageseinbrüche haben zugenommen, wie Matthias Auer, Sprecher der Polizei Bückeburg, erklärt. Der klassische Einbruch zu später Stunde stirbt aus. Oft recherchieren Täter im Vorfeld, welche Gewohnheiten und Tagesabläufe die Hauseigentümer haben. Während die Bewohner bei der Arbeit oder mit Einkäufen und den Vorbereitungen auf das Fest beschäftigt sind, machen sich die Langfinger im Dämmerlicht ans Werk.

Umso wichtiger sei es, die Häuser bewohnt erscheinen zu lassen. Also die Rollläden nicht auch tagsüber schließen und die Briefkästen nicht überquellen lassen. Auch die Weihnachtsbeleuchtung könne hilfreich sein, wenn es darum gehe, Einbrecher fernzuhalten. „Beleuchtung schreckt schon ab, aber das Beste sind Bewegungsmelder“, betont der Polizeioberkommissar.

Eine besonders dreiste Methode hatte ein Diebestrio entwickelt, gegen das im November Anklage erhoben wurde. Eine 29 Jahre alte Frau aus Hildesheim und zwei Männer im Alter von 29 und 33 Jahren aus der Region Hannover hatten systematisch Todesanzeigen ausgewertet. Während der Trauerfeiern brachen sie dann in die Häuser der Verstorbenen und Hinterbliebenen ein. Auch in Schaumburg hatte die Bande zugeschlagen.

Die Ermittlungen bei Einbruchsdelikten gestalten sich oft schwierig und mühselig, weiß Auer. Wenn Verdächtige festgenommen wurden, müsse man zunächst versuchen, gefundenes Diebesgut zuzuordnen. Keine leichte Aufgabe, vor allem da die Täter sich häufig in mehreren Orten und über Kommissariats- und Landkreisgrenzen hinaus zu schaffen machen.

Unter anderem ein Trio aus Minden habe die Polizei lange im Visier gehabt. Nach Umfangreichen verdeckten Ermittlungen kamen die Beamten den drei Männern auf die Spur und nahmen einen 22-Jährigen im Nachbarlandkreis fest, der für mindestens fünf Einbrüche in Schaumburg verantwortlich sein soll.

Generell gelte es, auch in der Nachbarschaft wachsam zu sein. Der Polizeisprecher betont: Wer etwas Verdächtiges beobachtet, beispielsweise sehr langsam vorbeifahrende Autos, unbekannte Personen, die sich auffällig verhalten, oder merkwürdige Geräusche wie klirrende Fensterscheiben, sollte unverzüglich die Polizei alarmieren. So manche Diebestour konnten aufmerksame Nachbarn bereits verhindern. tbh

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