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Tafeln müssen nach Besucherwachstum umdenken

Neue Zuschussregelung gefordert Tafeln müssen nach Besucherwachstum umdenken

2398 Besucher haben die Tafeln des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Stadthagen, Rinteln, Obernkirchen und Bad Nenndorf für das Jahr 2014 verzeichnet. Diese Zahl treibt dem DRK-Kreisvorsitzenden Bernd Koller Sorgenfalten auf die Stirn. „Das sind satte 19 Prozent mehr, als im Jahr davor“, so Koller. Mit den aktuellen Zuschussregelungen erreicht das DRK dabei so langsam seine Grenzen.

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Landkreis (mak). Das liege nicht nur an den aktuell 900 Flüchtlingen im Landkreis. „Neue Standorte der Tafeln, wie beispielsweise für Rinteln geplant, sorgen für eine geringere Schamgrenze bei den Bedürftigen.“ Um einen drohenden finanziellen Ruin zu verhindern, ist das DRK auf eine neue Festlegung der Zuschüsse seitens der betroffenen Kommunen angewiesen: 30 Cent je Einwohner pro Jahr.
Rückblick: Die Stadt Stadthagen zahlte der im Jahr 2000 gegründeten örtlichen Tafel zu Beginn einen Zuschuss von 7000 Euro pro Jahr. „Als die Stadt diese Summe nicht mehr aufbringen konnte, wurde der Betrag um zehn Prozent gekürzt“, erinnert sich Koller. Später wurde die Summe der Zuschüsse mit eingegangenen Spenden an die Tafeln verrechnet. „Bei vielen Spenden fiel die Unterstützung also entsprechend geringer aus.“ Auf diese Weise unterstützten auch Obernkirchen und Bad Nenndorf die Tafeln. Lediglich Rinteln zahlte eine feste Summe.
„Das ging so lange gut, bis Guttenberg die Wehrpflicht eindampfte, und wir somit keine Zivis mehr hatten“, kritisiert Koller. Den DRK-Tafeln fiel es danach schwerer, an bezahlbare Arbeitskräfte für ihre Tafeln zu kommen – „Mit Ehrenämtlern kann man nicht fünf Tage in der Woche präsent sein.“ Möchten die Tafeln weiterhin existieren, müssen also 450-Euro-Kräfte her. Und diese, so hofft Koller, können dank einer Neuregelung der Zuschüsse dann auch fair bezahlt werden.
Einen ersten Erfolg hat Koller dabei bereits verbuchen können. Die Samtgemeinde Nienstädt hat als erste Gemeinde einen Zuschuss von 2500 Euro versichert. Nachdem Der DRK-Kreivorsitzende dem Samtgemeindebürgermeister Dietmar Köritz im Januar einen Besuch abstattete, besprach dieser die Neuregelung des Zuschusses im Samtgemeinderat. Dort stieß er, wie er betont, auf breite Zustimmung der Fraktionen.
Landrat Jörg Farr richtete sich bezüglich einer Neuregelung der Zuschüsse bereits am 19. März mit einem Schreiben an alle Kommunen. Die Entscheidung der Samtgemeinde fiel weit vorher. „Das ist klasse und dafür bedanken wir uns herzlich“, so der Kreisvorsitzende. Auch Sachsenhagen habe der neuen Regelung mittlerweile zugestimmt.

+++Info+++

Besucherzahlen

Zum 31. Dezember 2014 sind in den vier DRK-Tafeln des Landkreises folgende Besucherzahlen registriert worden:
+ Stadthagen: Insgesamt 1122; davon 696 Erwachsene und 426 Kinder.
+ Rinteln: Insgesamt 511, davon 323 Erwachsene und 188 Kinder.
+ Obernkirchen: Insgesamt 370, davon 245 Erwachsene und 125 Kinder.
+ Bad Nenndorf: Insgesamt 395, davon 256 Erwachsene und 139 Kinder.

-> Das macht 2398 Tafelbesucher für das vergangene Jahr: 1520 Erwachsene und 878 Kinder – Tendenz steigend. Der DRK-Kreisvorsitzende Bernd Koller ist jedoch guter Dinge, dass die wachsenden Kosten bewältigt werden können, sofern die Gemeinden den Zuschüssen zustimmen.

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